Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1011/79675.html    Veröffentlicht: 25.11.2010 11:07    Kurz-URL: https://glm.io/79675

Android Market

Altersfreigabesystem kommt

Google integriert ein Altersfreigabesystem in den Android Market. Ab kommender Woche sind Entwickler aufgerufen, ihre Android-Applikationen entsprechend zu klassifizieren. In den kommenden Wochen soll die Funktion für die Nutzer freigeschaltet werden.

Googles Altersfreigabesystem für den Android Market sieht vier Altersstufen vor. Bislang hat Google nur die US-Klassifizierungen genannt und noch ist nicht bekannt, wie die für deutsche Nutzer lauten werden. Mit "All" klassifizierte Applikationen sind für alle Altersgruppen geeignet. Als nächsthöhere Stufe ist "Pre-Teen" vorgesehen, was etwa einer Altersfreigabe ab zwölf Jahren entsprechen könnte. Die "Teen"-Stufe könnte in etwa mit einer Freigabe ab 16 Jahren übereinstimmen. Die Parallelen gelten, falls sich Google an den in Deutschland gebräuchlichen Alterseinstufungen orientiert. Applikationen mit der Klassifizierung "Mature" sind nur für Erwachsene gedacht.

Anbieter von Android-Applikationen müssen ab kommender Woche alle Neueinstellungen im Android Market mit einer passenden Altersfreigabe versehen. Das gilt auch für aktualisierte Anwendungen. In den kommenden Wochen haben Entwickler Zeit, ihre bereits im Android Market aufgeführten Produkte mit einer Altersfreigabe zu versehen. Zu einem noch nicht festgelegten Zeitpunkt will Google die Altersfreigabe für Anwender freischalten. Alle bis dahin nicht klassifizierten Applikationen erhalten standardmäßig die "Mature"-Einstufung.

Zur Umsetzung der Altersfreigabe machte Google nur unvollständige Angaben. So ist nicht bekannt, wie die Einhaltung der Altersfreigabe überprüft wird. Google betont, dass für die Klassifizierung sowohl der Inhalt der Applikation als auch verlinkte Inhalte berücksichtigt werden müssen. Auch nutzergenerierte Inhalte und Werbung in der Anwendung müssen für die Einordnung herangezogen werden.

Google selbst überwacht die gewählte Altersstufe eines Programmanbieters nicht. Allerdings weist Google Entwickler darauf hin, dass sich Nutzer beschweren können, wenn eine Applikation falsch eingestuft wurde. Erst dann wirft Google einen Blick auf die Alterseinstufung und kann diese dann unabhängig vom Anbieter festlegen. Damit will Google einen Missbrauch des Altersfreigabesystem verhindern. Nähere Details dazu liefert Google in einem Supportdokument.  (ip)


Verwandte Artikel:
Google: Android Market läuft wieder einwandfrei   
(18.08.2010, https://glm.io/77305 )
Android: Amazon plant einen eigenen App Store   
(11.10.2010, https://glm.io/78558 )
E-Mail-Clients für Android: Kennwörter werden an App-Entwickler übermittelt   
(06.03.2018, https://glm.io/133172 )
Huawei: Erste P10-Nutzer bekommen Oreo-Upgrade   
(02.03.2018, https://glm.io/133118 )
Mögliches G7: LG hat offenbar neues Top-Gerät hinter den Kulissen gezeigt   
(01.03.2018, https://glm.io/133086 )

© 1997–2020 Golem.de, https://www.golem.de/