Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1011/79488.html    Veröffentlicht: 18.11.2010 08:15    Kurz-URL: https://glm.io/79488

Straßenfotos

Google Street View in Deutschland gestartet

Google hat am Morgen seinen umstrittenen Dienst Street View in Deutschland gestartet. Ab sofort stehen die von Googles Kameraautos aufgenommenen Straßenfotos der 20 größten deutschen Städte im Rahmen von Google Maps bereit.

Wie in vielen anderen Ländern auch, ist Google Street View nun auch in Deutschland verfügbar. Vor allem Bedenken von Datenschützern hatten den Start des Dienstes hierzulande verzögert und zu einem großen Medienecho geführt.

Anfang November 2010 hatte Google dann einen kleinen Vorgeschmack auf Street View in Deutschland gegeben und Bilder einiger bekannter Plätze sowie der Stadt Oberstaufen ins Netz gestellt. Ab sofort können Fotos von Straßenzügen aus den 20 größten Städten in Deutschland abgerufen werden. Das sind Berlin, Bielefeld, Bochum, Bonn, Bremen, Dortmund, Dresden, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, Mannheim, München, Nürnberg, Stuttgart und Wuppertal.

Bereits im Vorfeld des Starts hat sich Google dafür entschuldigt, dass in einigen wenigen Fällen die Unkenntlichmachung der Häuser nicht funktioniert hat. Beispielsweise sei es nicht möglich gewesen, einige Häuser anhand der per Brief oder über das Onlinetool eingereichten Informationen eindeutig zu identifizieren und es sei trotz mehrfacher Qualitätskontrollen zudem nicht auszuschließen, dass es bei der manuellen Übernahme der Adressen aus den teils handschriftlichen Briefen zu Tippfehlern gekommen sei oder die Angaben unleserlich gewesen und daher nicht die korrekte Adresse erfasst worden sei, so Google.

Insgesamt gingen bei Google 244.237 Anträge auf Unkenntlichmachung ein, die vor dem Start des Dienstes bearbeitet wurden. Ein erster Streifzug durch kleine und große Straßen in Berlin und München zeigt, dass unkenntlich gemachte Hausfassaden eher die Ausnahme, aber durchaus zu finden sind.

Weiterhin ist es möglich, das eigene beziehungsweise selbst bewohnte Haus oder Grundstück unkenntlich machen zu lassen. Die Einsprüche können per Brief an Googles Deutschlandzentrale in Hamburg oder ein Onlinetool bei Google eingereicht werden.

Zudem werden wie in anderen Ländern auch Gesichter und Nummernschilder automatisch unkenntlich gemacht. Wo das nicht funktioniert, können Nutzer dies melden. Die veröffentlichten Bilder tragen darüber hinaus kein konkretes Datum. Google gibt lediglich an, in welchem Jahr die Aufnahmen entstanden sind.  (ji)


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