Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1011/79372.html    Veröffentlicht: 12.11.2010 17:27    Kurz-URL: https://glm.io/79372

Kinect

Zerlegt und Materialkosten ermittelt

UBM Techinsights hat die reinen Materialkosten für Microsofts Kinect-Hardware ermittelt. Sie liegen bei umgerechnet rund 41 Euro, so dass Microsoft an der Hardware durchaus verdient und ausreichend Luft für spätere Preissenkungen hätte.

In der Sensorleiste stecken Chips von Primesense, Marvell, Texas Instruments und STMicroelectronics. Die größte Errungenschaft sei für UBM Techinsights der Bildverarbeitungsprozessor von Primesense, zitiert EE Times sein Schwesterunternehmen. Den reinen Materialkosten von umgerechnet rund 41 Euro steht der Kinect-Kaufpreis von 149 Euro gegenüber.

Von den Materialkosten entfallen etwa 12,50 Euro auf den Primesense-Chip, inklusive der vier Mikrofone und der Kameras. Kinect beherbergt eine VGA-Kamera (640 x 480 Pixel), eine Infrarotkamera (320 x 240 Pixel) und einen Infrarotprojektor. Die Infrarotkamera liefert die Tiefeninformationen für die Bewegungssteuerung.

Neben UBM Techinsights hat auch iFixit die Kinect zerlegt und analysiert. In einem Video zeigt iFixit, wie die Kinect auseinandergenommen wird und was in ihr steckt. Darunter auch ein kleiner Lüfter und Kühlkörper, obwohl die Komponenten dem ersten Anschein nach nicht viel Hitze entwickeln sollen.

Kinect ist nicht nur für die Bewegungssteuerung von Xbox-360-Spielen interessant, sondern beispielsweise auch für die Robotik, Überwachung, Motion Capturing und 3D-Scanning. Entsprechend gibt es ein großes Interesse, Kinect auch ohne Unterstützung seitens Microsoft dafür nutzbar zu machen. Erste Open-Source-Treiber für Kinect wurden bereits veröffentlicht oder sind in Arbeit.  (ck)


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