Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1011/79360.html    Veröffentlicht: 12.11.2010 12:29    Kurz-URL: https://glm.io/79360

Filmfernsehfonds

Bayern investiert 413.000 Euro in Spieleförderung

Der Vergabeausschuss des halbstaatlichen Filmfernsehfonds Bayern will zehn Projekte mit einer Gesamtsumme von 413.000 Euro fördern. Der höchste Betrag entfällt auf den Bereich Prototypenentwicklung: Hier können drei Projekte mit insgesamt 196.000 Euro rechnen.

Der Freistaat Bayern - aus dem besonders oft Kritik etwa an Gewalt in Computerspielen zu hören ist - will über seinen Filmfernsehfonds (FFF) jährlich rund eine halbe Million Euro in "kulturell und pädagogisch wertvolle" Computerspiele investieren. Bei seiner Sitzung Mitte November 2010 hat der FFF beschlossen, für welche Titel in den kommenden zwölf Monaten rund 413.000 Euro an Fördergeldern vergeben werden.

So unterstützt der FFF drei Prototypen mit insgesamt 196.000 Euro. Eins davon ist das Knobelspiel Color Cubes vom Würzburger Entwickler Kritzelkratz 3000, in dem auf Nintendo 3DS alle Teile einer geometrischen Figur mit Hilfe von räumlicher Vorstellungskraft in einer vorgegebenen Zeit abgebaut werden müssen. In Das verrückte Labyrinth von Ravensburger Digital für Windows-PC, Xbox 360 und Playstation Network muss man in Anlehnung an den gleichnamigen Spieleklassiker mit geschickten Spielzügen den schnellsten Weg zum Schatz finden.

In Swimming under Clouds, einem Jump-and-Run der Münchner Piece of Pie Studios, das für Playstation 3 und Xbox 360 erscheinen soll, verliert das Mädchen Chloe seinen Goldfisch Bubbles und macht sich durch sieben Spielwelten auf die Suche nach ihm. Das physikbasierte Puzzleplattformspiel will die Spielkultur durch eine Mischung aus künstlerischem Anspruch, interaktiver Unterhaltung und bewegender Geschichte über das Erwachsenwerden bereichern.

Im Bereich der Konzeptentwicklung will der FFF fünf Projekte mit insgesamt 92.000 Euro unterstützen. Zwei weitere Spiele bekommen für die eigentliche Produktion insgesamt rund 125.000 Euro.

Mit der Sitzung hat die bayerische Spieleförderung die Pilotphase nach ihrer Einrichtung im Jahr 2009 beendet. Die gesteigerte Anzahl der Anträge - 50 Prozent mehr als bei der Sitzung im April 2010 - sowie die Qualität der Projekte sind laut FFF "ein Beleg dafür, dass die Branche das bayerische Fördermodell Games hervorragend angenommen hat".

Im Filmfernsehfonds Bayern arbeiten der Freistaat Bayern und öffentlich-rechtliche sowie private Fernsehanstalten zusammen. Zu den Gesellschaftern gehören der Freistaat Bayern, die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM), der Bayerische Rundfunk, das ZDF und die Fernsehanbieter ProSiebenSat.1 und RTL.  (ps)


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