Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1011/79211.html    Veröffentlicht: 08.11.2010 11:22    Kurz-URL: https://glm.io/79211

Freie Flash-Alternative

Advanced Graphics Engine entlastet CPU

Die Entwicklung der Advanced Graphics Engine ist so weit abgeschlossen, dass sie in den Hauptzweig des Lightspark-Codes übernommen wurde. Dies soll die Grafikausgabe verbessern und die CPU-Last der freien Flash-Implementierung senken.

Grafische Elemente werden künftig in einer einzigen Textur untergebracht. Geometrische Elemente werden asynchron über die Cairo-Bibliothek gezeichnet und die daraus hervorgehenden Rasterdaten über die Pixel-Buffer-Objekte in OpenGL per DMA direkt von der Grafikkarte verarbeitet. Das setzt allerdings eine OpenGL-fähige Grafikkarte beziehungsweise einen entsprechenden Treiber voraus.

Damit soll die CPU weniger belastet und Lightspark generell beschleunigt werden. Laut Entwickler Alessandro Pignotti bringt das neue Design den zusätzlichen Vorteil, dass der OpenGL-Code nur noch an wenigen Stellen eingesetzt werden muss. Die grafische Schnittstelle wird künftig nur noch für das Compositing, den Transfer von Daten in den Grafikspeicher und die Beschleunigung beim Bit Block Image Transfer verwendet.

In der bevorstehenden Version 0.4.5 wurde auch die grafische Oberfläche neu gestaltet und soll mit der Youtube-Webseite besser funktionieren. So soll die Pause-Schaltfläche jetzt benutzbar sein.

Lightspark 0.4.5 wird gegenwärtig aufgrund eines Fehlers in der Bibliothek Libxml++ noch zurückgehalten. Der Fehler führt zu sporadischen Abstürzen innerhalb des Browsers Firefox. Pignotti hat einen Patch eingereicht, der allerdings von den Entwicklern noch geprüft werden muss. Alternativ überlegt Pignotti, ob Lightspark 0.4.5 mit einer eigenen Version der XML-Bibliothek ausgeliefert werden kann. Eine Entscheidung darüber soll in wenigen Tagen fallen.

Ein Freiwilliger hat inzwischen Lightspark auf die PowerPC-Plattform portiert. Pignotti berichtet in seinem Blog, dass die PPC-Version zwar noch einige Grafikfehler enthalte, inzwischen aber durchaus brauchbar sei.  (jt)


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