Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1011/79190.html    Veröffentlicht: 06.11.2010 12:21    Kurz-URL: https://glm.io/79190

Streit mit Facebook

Google erlaubt Zugriff auf Kontakt-APIs nur noch gegenseitig

Google erlaubt Facebook nicht mehr, für neue Mitglieder die Freundeslisten von Googlemail- und Gmail-Konten automatisch nach bekannten Kontakten durchsuchen zu lassen. Damit eskaliert der Wettstreit zwischen den beiden Unternehmen weiter.

Es ist ein Bestandteil des Anmeldeprozesses bei Facebook, seine E-Mail-Konten wie Hotmail oder Gmail nach Kontakten durchsuchen zu lassen. Wenn dort Personen auftauchen, die bereits Mitglied bei Facebook sind, schlägt das soziale Netzwerk automatisch vor, eine direkte Verbindung aufzubauen. Das ist bei Gmail- beziehungsweise Googlemail-Konten nun nicht mehr möglich, weil Google seine Nutzungsbedingungen überarbeitet hat: Der Zugriff auf Kontakte über die Schnittstellen Contacts Data API und Portable Contacts API ist nur noch erlaubt, wenn das jeweils andere Unternehmen dies ebenfalls zulässt.

Das ist bei Facebook nicht der Fall - im Gegenteil ist "The Social Network" dafür bekannt, gegenüber Konkurrenten wenig kooperativ beim Umgang mit Daten zu sein; bei Kooperationspartnern sieht die Sache bekanntermaßen anders aus. Für Nutzer bedeutet dies auch, dass es nicht möglich ist, Kontaktdaten beispielsweise über den Umweg eines Gmail-Kontos aus Facebook zu exportieren.

Dass Google mit den neuen Nutzungsbedingungen in erster Linie gegen Facebook vorgeht, hat ein Unternehmenssprecher gegenüber Techcruch.com bestätigt. Er hat die Firma von Mark Zuckerberg als einziges Beispiel namentlich genannt.  (ps)


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