Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1011/79185.html    Veröffentlicht: 05.11.2010 17:28    Kurz-URL: https://glm.io/79185

Hennigsdorf

Telekom startet bundesweiten Glasfaserausbau bis ins Haus

Nicht in Dresden oder Braunschweig, sondern in Hennigsdorf, nordwestlich von Berlin, beginnt die Telekom mit dem deutschlandweiten Fibre-To-The-Home-Ausbau für 1-GBit/s-Anschlüsse. In der nächsten Woche geht es los.

Die Deutsche Telekom wird nach Unternehmensangaben den bundesweiten Aufbau von Fibre-To-The-Home (FTTH) in der Stadt Hennigsdorf starten. Am 9. November 2010 wird das Unternehmen den Baubeginn zusammen mit dem Bürgermeister der Stadt, Andreas Schulz, öffentlich ankündigen. Erstmalig werden dort in einem Pilotprojekt von der Telekom Haushalte in Hennigsdorf Nord und Mitte mit Glasfaseranschlüssen bis in die Wohnungen hinein versorgt.

Am 17. März 2010 hatte die Telekom erklärt, bis Ende 2012 zehn Prozent aller Haushalte direkt mit Glasfaser ausstatten zu wollen. Dabei setzt der Konzern im Wesentlichen auf FTTH und auch auf Fibre-To-The-Building (FTTB).

Ein Pilotversuch der Telekom mit GPON (Gigabit Passive Optical Network) ist wie angekündigt bereits in Striesen, einem Stadtteil von Dresden, gestartet. Dort waren die Glasfasernetze aber schon im Rahmen des Aufbaus Ost mit Hytas-Technik ausgebaut. Auch in Braunschweig arbeitet die Telekom an FTTB.

In Striesen wird die Telekom aber auch in Kürze in einem einzelnen privaten Familienhaushalt einen 1-GBit/s-Anschluss präsentieren, sagte Telekom-Sprecher Jürgen Will Golem.de. "Da ging es uns aber nur darum zu zeigen, dass wir hochbitratig über Glas in den Haushalt hineingehen können." Der offizielle Start für den bundesweiten FTTH-Ausbau erfolge aber woanders. "Es geht aber tatsächlich in Hennigsdorf los, dort werden wir ab jetzt die ersten Fiber-To-The-Home-Anschlüsse bauen", erklärte Will weiter. "Wir werden auch einige Dinge aus dem Ganzen lernen."

Bei FTTH liegt Deutschland im europäischen Vergleich weit zurück. Nur 140.000 Abonnenten hatten im Juni 2010 einen direkten Glasfaseranschluss in der Wohnung. Das sind bei 40 Millionen Haushalten unter 0,4 Prozent.  (asa)


Verwandte Artikel:
Telekom-Chef: "Sorry! Da ist mir der Gaul durchgegangen"   
(23.02.2018, https://glm.io/132962 )
Stream On: Telekom klagt per Eilverfahren gegen Bundesnetzagentur   
(07.03.2018, https://glm.io/133183 )
Deutsche Telekom: Smartphone-Tarif mit echter Datenflatrate kostet 80 Euro   
(06.03.2018, https://glm.io/133165 )
Glasfaser: M-net schließt weitere 75.000 Haushalte an   
(22.02.2018, https://glm.io/132942 )
Elektromobilität: Telekom baut 12.000 Ladestationen aus Verteilerkästen   
(04.03.2018, https://glm.io/133133 )

© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/