Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0005/7913.html    Veröffentlicht: 26.05.2000 11:56    Kurz-URL: https://glm.io/7913

Zwei neue Kinder-Portale gehen an den Start

Spezielle Inhalte für Kinder und zusätzliche Internet-Filtersoftware

Gleich zwei neue Websites für Kinder haben sich während der Internet World in Berlin angekündigt. Beide wollen Kindern nicht nur Spaß, Infos und Chats bringen, sondern zur Beruhigung der Eltern auch eine eigene Filtersoftware gegen potenzielle Schmuddel-Inhalte bieten.

Sowohl der Berliner KinderCampus.de als auch die Münchner Site 4Kidz.de richten sich an bis zu 12 Jahre alte Kinder. Beide starten erst mit deutschsprachigen Inhalten, planen aber eine Erweiterung des Angebots auf weitere europäische Sprachen mit entsprechend eigenen Inhalten für die einzelnen Länder.

"Kinder haben viele Fragen an die Welt, die sie umgibt. Sie möchten durchblicken, womit sich Erwachsene beschäftigen", so Christopher Schering, einer der KinderCampus-Gründer. "Überall suchen Kinder nach Antworten, immer häufiger auch im Internet. Wir bieten ihnen - neben guter Unterhaltung - Antworten und Infos, die verständlich und witzig rübergebracht werden."

Während 4Kidz.de von der KidZ Vision AG bereits gestern offiziell online ging, muss man sich beim KinderCampus.de der KinderCampus AG noch einige Tage gedulden, der Anfang Juni seine virtuellen Pforten öffnen will. Dafür entschädigt die noch inhaltslose KinderCampus-Homepage mit einer sehr liebevoll gezeichneten Flash-Animation, die auf eine optisch ansprechend gestaltete fertige Website hoffen lässt. Beide Kinder-Portale verpacken ihre Inhalte übrigens in ein von Planeten bzw. Ufos bevölkertes Design.

Mit viel Brimborium kündigten beide zudem eigens entwickelte Filterprogramme an, die von besorgten Eltern installiert werden können, um ihre Sprösslinge von für Kinder eher ungeeigneten Webseiten fernzuhalten. Die Kidz Vision AG kann entsprechende Software laut eigenen Aussagen bereits liefern, KinderCampus.de ist noch bei der Programmierung, will diese aber noch in diesem Jahr fertig haben.

Die Finanzierung ihrer Kinder-Portale wollen die Konkurrenten in Zukunft durch auf Kinder ausgerichtete E-Commerce- und Marketing-Aktivitäten gewährleisten. Die KinderCampus AG weist darauf hin, dass man das eigene Angebot jedoch nicht als "eine reine Marketing-Plattform" verstehe, sondern hauptsächlich originären Content anbieten wolle.  (ck)


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