Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1011/79058.html    Veröffentlicht: 02.11.2010 08:46    Kurz-URL: https://glm.io/79058

Olympus

Bluetooth-Modul für Digitalkameras

Olympus hat bei der US-amerikanischen Behörde FCC ein Bluetooth-Modul eingereicht, um seine Zulassung zu erwirken. Das Modul könnte in den Zubehörport der Pen-Kameras passen und zahlreiche interessante Kommunikationsmöglichkeiten zwischen Digitalkamera und externen Geräten erlauben.

Noch ist das ungefähr 3,5 cm lange Produkt nicht offiziell von Olympus vorgestellt worden. Es scheint aber genau in den Zubehöranschluss der Hybridkameras des spiegellosen Pen-Systems zu passen, das Olympus entwickelt hat.

Denkbar ist eine Kommunikation der Kamera mit einem externen GPS-Modul, um Fotos mit Geoinformationen zu versehen, um den Aufnahmestandort später bestimmen zu können. Auch der Datentransfer von Fotos ist denkbar, wobei Bluetooth für größere Bilder aufgrund der langsamen Übertragung ungeeignet ist. Denkbar wäre auch eine schnurlose Anbindung an einen Fotodrucker oder die Fernsteuerung der Kamera über einen PC.

Bislang sind Digitalkameras mit Bluetooth rar gesät. Die Samsung ST1000 ist eine der wenigen Ausnahmen, die diese Funktechnik ab Werk an Bord hat. Ihre Fotos können darüber und über WLAN online gestellt oder per E-Mail verschickt werden.

Die Zulassungsanträge und Prüfprotokolle des Olympus-Bluetooth-Moduls (2.1 mit EDR) sind online bei der FCC einsehbar. Dort wird im Radio Test Report explizit die Kommunikation des PP-1 mit der E-PL1 von Olympus genannt.

Die E-PL1 verfügt wie alle Pen-Modelle von Olympus über einen 12,3-Megapixel-Sensor im Micro-Four-Thirds-Format. Er ermöglicht die Aufnahme von Fotos mit 4.032 x 3.024 Pixeln und Videos mit 1.280 x 720 Pixeln. Die E-PL1 besitzt ein 2,7 Zoll großes Display. Ein elektronischer Sucher ist als Zubehör zum Aufstecken erhältlich. Ebenfalls gegen Aufpreis gibt es einen Mikrofonadapter mit 3,5-mm-Stereo-Eingangsbuchse.

Die E-PL1 wird zusammen mit dem Objektiv Zuiko Digital ED 14-42mm F3,5/5,6 für rund 410 Euro verkauft. Der Body allein kostet mittlerweile nur noch rund 370 Euro.  (ad)


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