Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1010/78916.html    Veröffentlicht: 26.10.2010 16:32    Kurz-URL: https://glm.io/78916

OpenNebula

Benutzerquoten und Cluster-Unterstützung

Das Toolkit für Opennebula-Clouds bringt in der aktuellen Version Unterstützung für Cluster und eine Quota-Regelung mit. Als Backend kann ab sofort neben SQLite auch MySQL verwendet werden. Wegen eines neuen Datenbank-Schemas ist die aktuelle Version 2.0 nicht zu der Vorgänger-Version 1.4 kompatibel.

Das Opennebula-Projekt hat Version 2.0 seines Toolkits veröffentlicht. Die aktuelle Version greift auf MySQL als Backend zu. Bislang verwendete OpenNebula SQLite, das auch weiterhin zur Verfügung steht. Version 2.0 verwendet allerdings ein neues Datenbank-Schema, das zu den unter der Vorgänger-Version 1.4 eingerichteten Cloud-Instanzen inkompatibel ist. Sie müssen für die Verwendung unter Version 2.0 neu eingerichtet werden. In künftigen Versionen wollen die Entwickler für nahtlose Upgrades sorgen.

In Version 2.0 haben die Entwickler die Unterstützung für Cluster eingeführt. Dadurch können einzelne virtuelle Maschinen nach bestimmten Kriterien zusammengefasst werden. Zudem wurde die Skalierbarkeit erweitert. Dazu wurden die Management-Module überarbeitet und der interne Scheduler neu implementiert. Ein Quota-Manager sorgt für die Verteilung von Benutzerzugriffen auf virtuelle Maschinen. Zudem können über das Accounting-Modul die Zugriffe einzelner Benutzer bzw. die Zugriffe auf individuelle virtuelle Maschinen registriert werden. Bestehende LDAP-Benutzerverwaltungen können in Opennebula integriert werden. Zusätzlich unterstützt Opennebula 2.0 die Authentifizierung über Kerberos.

Die Konfiguration von virtuellen Netzwerken wurde erleichtert: Einzelne Netzwerke können mit generischen Attributen versehen und virtuellen Maschinen zugewiesen werden. Dadurch wird die Konfiguration von virtuellen Maschinen mit multiplen Netzwerkkarten vereinfacht. Zudem können einzelne virtuelle Netzwerke für die Verwendung durch mehrere Benutzer eingeteilt werden.

Neue Treiber für VMware-Gäste

Außerdem haben die Entwickler die Treiber für VMware verbessert. Sie sollen die gleiche Funktion besitzen wie die ebenfalls angebotenen Treiber für Xen- und KVM-basierte virtuelle Maschinen. Alle Treiber greifen auf die Libvirt-Bibliothek zurück. Für die Installation verwendete Betriebssystem-Images können in einem zentralen Repository abgelegt werden.

Für die Verwaltung von virtuellen Maschinen in einer Opennebula-Umgebung können Verwaltungswerkzeuge verwendet werden, die die EC2-Query-API von Amazon verwenden, etwa Elasticfox oder die Eucatools. Das neue OCCI-API bietet einen RESTful-Dienst, über den ebenfalls virtuelle Maschinen verwaltet werden können.

Eine komplette Liste aller neuen Funktionen bietet ein Blog-Eintrag auf der Webseite des Projekts. Der Quellcode des Toolkits steht dort auch als Download zur Verfügung. Binärpakete für Ubuntu 10.04, CentOS 5.5, Opensuse 11.3 und Debian 5.0.6 liegen dort ebenfalls vor.  (jt)


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