Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1010/78737.html    Veröffentlicht: 19.10.2010 14:33    Kurz-URL: https://glm.io/78737

IPv4-Adressen

Nur noch fünf Prozent zur freien Vergabe

Die Zahl der noch nicht vergebenen IPv4-Adressen nimmt damit rasant ab, der Pool an freien IP-Adressen sinkt damit auf etwa 5 Prozent der im gesamten Adressraum verfügbaren IP-Adressen, warnt die Number Resource Organization (NRO), die die Vergabe von IP-Adressen an die fünf Regional Internet Registries (RIRs) koordiniert.

Die für die Vergabe von IP-Adressen zuständige Internet Assigned Numbers Authority (IANA) hat der für den asiatisch-pazifischen Raum zuständigen Vergabestelle APNIC zwei Blöcke von IPv4-Adressen zugeteilt. Lag der Pool an freien IPv4-Adressen im Januar knapp unter zehn Prozent, sank dieser Wert mittlerweile auf unter fünf Prozent. Insgesamt wurden seit Anfang 2010 rund 200 Millionen IPv4-Adressen vergeben.

Die IANA teilt den RIRs IPv4-Adressen in Blöcken zu, sogenannten "/8-Netzen". Eines davon entspricht 1/256tel des verfügbaren Adressraums. Nach der aktuellen Vergabe an APNIC sind noch zwölf freie Blöcke übrig, die fünf letzten Blöcke werden gleichzeitig an die RIRs verteilt, so dass nur noch sieben Blöcke frei vergeben werden. Das sind dann weniger als fünf Prozent des verfügbaren Adressraums.

Die NRO geht davon aus, dass die letzten fünf IPv4-Blöcke Anfang 2011 vergeben werden. Es wird also höchste Zeit, sich für IPv6 zu rüsten.  (ji)


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