Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1009/78298.html    Veröffentlicht: 29.09.2010 10:44    Kurz-URL: https://glm.io/78298

Nintendo

3DS erscheint Ende Februar 2011 in Japan

Die deutsche Bild-Zeitung sorgte mit der Meldung, dass Nintendo seinen 3DS im November 2010 veröffentlicht, weltweit für Schlagzeilen auf Spieleseiten. Stimmt aber nicht: Das stereoskopiefähige Handheld erscheint in Japan am 26. Februar 2011, in Europa etwas später. Ein Video zeigt die Grafikleistung und kommende Spiele.

25.000 Yen lautet die Preisempfehlung von Nintendo für den 3DS, rund 220 Euro sind das umgerechnet und damit rund 45 Euro mehr als für das derzeitige Handheld-Flaggschiff DSi XL. In Japan soll das Gerät, dessen wichtigste Neuerung ein Stereoskopie-Bildschirm ist, am 26. Februar 2011 in zwei Farbvarianten auf den Markt kommen. Es soll dort zusammen mit einer 2 GByte großen SD-Karte erhältlich sein. In den USA und in Europa ist der Start für März 2011 vorgesehen - genauer wurde Nintendo bislang nicht.

Das Unternehmen hat auf einer Pressekonferenz in Tokio auch neue Details über den "Sleep Modus" des Handhelds verraten. Wenn der aktiviert ist, kann der Spieler zwar nicht spielen, aber sein 3DS kann per WLAN mit anderen 3DS in der Nähe Daten austauschen. Bei einem Actionspiel wie Super Street Fighter 4 sind das aktuelle Ranglisten oder Erweiterungen, bei in Japan erfolgreichen Titeln wie Love Plus sollen über die Geräte virtuelle Flirtanfragen und Klatsch ausgetauscht werden können. Sobald der 3DS derartige Daten erhalten hat, leuchtet eine kleine Diode am Rand des Handhelds.

Zumindest in Japan will Nintendo einen neuen WLAN-Service namens Wifine anbieten - ähnliche Dienste haben in der Vergangenheit den Sprung über den Pazifik nur selten geschafft. Trotzdem dürften auch Europäer irgendwie die Möglichkeit nutzen können, alte Game-Boy-Titel zu laden und sie in einer virtuellen Konsole zu spielen.

Gegenüber der auf der E3 und der Gamescom 2010 präsentierten Version hat sich bei der Hardware so gut wie nichts getan. Lediglich den Stylus - das mitgelieferte Eingabegerät für den Touchscreen - scheint Nintendo grundlegend überarbeitet zu haben: Er ist jetzt, wie manche Kugelschreiber, verlängerbar.

Nett: Mit den eingebauten Kameras lassen sich Fotos, etwa des Spielers, machen, die sich dann mit einer Anwendung namens Mii Studio automatisch in die Mii-Avatare umrechnen lassen.

Derzeit befinden sich eine Reihe von Spielen für den 3DS in der Entwicklung. Wichtigster Starttitel von Nintendo selbst ist Kid Icarus Uprising, außerdem sind 3D Nintendogs & Cats, ein Mario Kart 3DS, Metal Gear Solid 3D: Snake Eater sowie eine Adaption des N64-Klassikers The Legend of Zelda: Ocarina of Time angekündigt. Zusammen mit Hollywoodstudios sollen noch dreidimensionale Filme für den 3DS erscheinen.  (ps)


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