Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1009/78184.html    Veröffentlicht: 23.09.2010 11:05    Kurz-URL: https://glm.io/78184

Wohltätigkeit

Zuckerberg spendet 100 Millionen Dollar für Schulen

Facebook-Chef Mark Zuckerberg plant eine Großspende für Schulen in der Stadt Newark. Er macht die 100-Millionen-Dollar-Spende zeitgleich mit dem Start eines Films über die Gründung von Facebook, der für ihn wenig schmeichelhaft ausfällt.

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg wird 100 Millionen US-Dollar für staatliche Schulen in den USA spenden. Das Geld geht an Schulen in Newark im US-Bundesstaat New Jersey. Die Großspende soll am morgigen Freitag von Zuckerberg und lokalen Politikern in der Oprah-Winfrey-Show angekündigt werden, berichtet die New York Times unter Berufung auf Regierungskreise. Die Talkshowmoderatorin Oprah Winfrey gehört zu den Spendern für Newark. Die Mehrheit der Bevölkerung in Newark, einer heruntergekommenen Stadt am Rande von New York City, sind arme Afroamerikaner und Latinos. Newark hat 40.000 Schüler, von denen nur rund die Hälfte die Highschool erfolgreich abschließt. 85 Prozent der Schüler benötigen Nachhilfeunterricht in Mathematik und Englisch.

Die 100-Millionen-US-Dollar seien der Anfang für eine Zuckerberg-Stiftung im Erziehungssektor, schreibt die Zeitung. Nach der aktualisierten Liste des Forbes-Magazins wird das Vermögen des 26-Jährigen auf 6,9 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Zuckerberg wuchs in Westchester County auf und lebt in Kalifornien. Er hat keine besondere Bindung zu Newark. Im Juli 2010 soll er Cory A. Booker, den Bürgermeister von Newark, auf einer Konferenz kennengelernt haben. Seitdem unterhalten sich Zuckerberg und Booker über dessen Pläne für die Stadt.

Zuckerbergs öffentlicher Start als Philanthrop fällt zeitlich mit dem Start des Films The Social Network von Regisseur David Fincher über die Gründung von Facebook zusammen. Der Film mit Jesse Eisenberg in der Hauptrolle startet am 24. September 2010 beim 48. New York Film Festival und läuft im Oktober in Deutschland an. Zuckerberg wird dort wenig schmeichelhaft als zwangsgestörte Persönlichkeit dargestellt. Das Drehbuch basiert auf dem Roman des US-Journalisten Ben Mezrich, der sich auf Prozessmaterial zu Klagen um die Urheberschaft von Facebook stützt.  (asa)


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