Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1009/78091.html    Veröffentlicht: 20.09.2010 15:48    Kurz-URL: https://glm.io/78091

Blio

Ray Kurzweils Lesesoftware kommt am 28. September

Anfang des Jahres hatte Ray Kurzweil die von ihm mitentwickelte E-Book-Software vorgestellt. In der kommenden Woche soll das Programm endlich verfügbar sein, zunächst für Windows. Applikationen für Android und iOS sollen aber folgen. Außerdem soll die Software für mobile Lesegeräte erscheinen.

Das Unternehmen K-NFB Reading Technology hat einen Veröffentlichungstermin für Blio bekanntgegeben: Die kostenlose E-Book-Software soll am 28. September für Windows zum Herunterladen bereitstehen.

Weitere Plattformen in Kürze

Blio soll jedoch nicht nur auf Computern laufen. Geplant ist, die Software auch für viele mobile Geräte bereitzustellen. So sollen in Kürze Applikationen für Android- und iOS-Geräte folgen. Geplant ist weiterhin, die Software auch für E-Book-Reader bereitzustellen. K-NFB verhandelt nach eigenen Angaben darüber mit Herstellern und Lieferanten. Entsprechende Kooperationen sollen demnächst bekanntgegeben werden.

Blio stellt digitale Bücher im gleichen Layout dar wie gedruckte, also auch in Farbe, mit Bildern und der gleichen Schrifttype. Sie ermöglicht es, Internetinhalte oder Videos in ein digitales Buch einzubinden. Wie viele E-Book-Reader bietet auch Blio dem Leser die Möglichkeit, Textstellen zu unterstreichen oder Randbemerkungen zu machen, und das nicht nur schriftlich, sondern auch in Form von Bildern oder Videos. Blio unterstützt aber auch das verbreitete E-Book-Format ePub.

Kooperation von Kurzweil und US-Blindenverband

Entwickelt wurde die Lesesoftware von K-NFB. Das ist ein Gemeinschaftsunternehmen des US-Blindenverbandes National Federation for the Blind (NFB) und Kurzweil Technologies, dem Unternehmen von Ray Kurzweil. Dieser hatte Blio auf der CES, im Rahmen der Präsentation von Microsoft-Chef Steve Ballmer, vorgestellt. Ursprünglich sollte Blio bereits Anfang des Jahres verfügbar sein.

Da die Software in Kooperation mit der NFB entstand, ist sie auch barrierefrei. Sie bietet eine Sprachsynthesefunktion, bei der Text als Sprache ausgegeben wird.

Blio wird auch einen E-Book-Shop bekommen, der von dem Buchgroßhändler Baker & Taylor betrieben wird. Darin finden die Nutzer rund eine Million kostenlose digitale Bücher sowie das aktuelle Angebot vieler großer Verlage.  (wp)


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