Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1009/78050.html    Veröffentlicht: 17.09.2010 12:10    Kurz-URL: https://glm.io/78050

RIM

Weniger Blackberry-Neukunden als erwartet

Research in Motion hat die Ziele bei der Gewinnung von Neukunden für die Blackberry-Dienste verfehlt. Konkurrenzprodukte und Konflikte mit Regierungen im Nahen Osten seien daran schuld, sagt das Unternehmen.

Der kanadische Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM) konnte im zweiten Geschäftsquartal mehr verdienen, als Analysten erwartet hatten. Die Zahl der Neukunden blieb aber hinter den Erwartungen zurück. RIM lieferte 12,1 Millionen Smartphones an Netzbetreiber und Shops aus, ein Zuwachs um 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Berichtzeitraum wurden netto 4,5 Millionen Neukunden für die Blackberry-Dienste registriert. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres gewann Research in Motion jedoch 4,9 Millionen Abonnenten. Als Ziel hatte sich der Konzern 4,9 Millionen bis 5,2 Millionen gesetzt.

Co-Vorstandschef Jim Balsillie erklärte, die Wachstumsdelle sei Konkurrenzprodukten geschuldet, die im Sommer 2010 auf den Markt kamen. Im Nahen Osten zeigte sich der Markt wegen Konflikten mit Regierungen um Sicherheitsfragen schwächer. Der Polizeichef von Dubai hatte die USA beschuldigt, Blackberry-Daten zu Spionagezwecken zu benutzen. Die Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate hatte Zugang zu verschlüsselten E-Mail-Daten gefordert. Der Regierung Saudi-Arabiens hatte Research in Motion zuvor schon Zugriff auf die Blackberry-Daten gewähren müssen.

Das Unternehmen mit Sitz in Waterloo im kanadischen Ontario erzielte einen Gewinn von 797 Millionen US-Dollar (1,46 US-Dollar pro Aktie), nach 476 Millionen Dollar, oder 83 Cent pro Aktie im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg um 31 Prozent auf 4,62 Milliarden US-Dollar.

Im dritten Finanzquartal erwartet Research in Motion einen Gewinn im Bereich von 1,62 US-Dollar pro Aktie bis 1,70 US-Dollar pro Aktie. Der Umsatz soll bei 5,30 Milliarden US-Dollar bis 5,55 Milliarden US-Dollar liegen. Es werden 5 Millionen bis 5,4 Millionen neue Blackberry-Abonnenten erwartet.  (asa)


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