Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1009/77997.html    Veröffentlicht: 15.09.2010 18:19    Kurz-URL: https://glm.io/77997

Opensolaris

OpenIndiana wird die Community-Edition von Solaris

Unter dem Namen OpenIndiana haben Entwickler eine Nachfolgeversion von Opensolaris veröffentlicht. Das Communityprojekt soll zu den künftigen Versionen Solaris 11 und Solaris 11 Express von Oracle kompatibel sein.

Opensolaris soll künftig OpenIndiana heißen: Die Entwicklercommunity von Opensolaris will unter dem neuen Projekt ein quelloffenes Solaris-Betriebssystem weiterentwickeln. Ziel des OpenIndiana-Projekts ist die weitgehende Kompatibilität nicht nur zur aktuellen Version Solaris 10, sondern auch zu der künftigen Version 11, die Oracle im Laufe des Jahres 2011 erwartet.

Zunächst wollen die Entwickler zusammen mit dem Illumos-Projekt zusammenarbeiten, um die noch proprietären Teile des Betriebssystems mit offenem Code zu ersetzen, etwa die Komponente i18n der Libc-Bibliothek. OpenIndiana ist Teil der Illumos-Foundation, die selbst eine quelloffene Solaris-Version pflegt. Illumos sieht sich als selbstständiges Projekt, das den OS/Net-Kern von Solaris weiterentwickeln will.

OpenIndiana hingegen will auch künftig auf die Quellen von Solaris setzen, aber selbst Reparaturen zeitnah anbieten. Bis Oracle den Quellcode für künftige Versionen freigibt, sollen die Illumos-Pakete optional zur Installation angeboten werden. Zusätzlich wollen die Entwickler die Verwendung von OpenIndiana weiter vereinfachen, um auch Linux-Anwendern den Umstieg zu erleichtern. Dazu sollen weitere Open-Source-Projekte auf die Solaris-Plattform portiert werden und die entsprechenden Dokumentationen bereitstellen.

Eine Entwicklerversion, die die Nummer oi_147 trägt, soll in drei Varianten verfügbar sein: Eine Live-DVD installiert über einen grafischen Installer ein komplettes Desktopsystem sowie eine CD, die über einen Textinstaller die Servervariante einrichtet. Zusätzlich wird eine sogenannte Automated-Installer-Version angeboten, die eine benutzerdefinierte Installation mit Hilfe von XML-Dateien ermöglicht. Gegenwärtig liegt nur ein CD-Image auf den Servern des Projekts.  (jt)


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