Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1009/77988.html    Veröffentlicht: 15.09.2010 15:08    Kurz-URL: https://glm.io/77988

Android-Smartphone mit Tastatur

T-Mobiles G2 heißt bei HTC Desire Z (Update)

HTC hat das bislang nur von T-Mobile USA angekündigte Android-Smartphone G2 offiziell vorgestellt. Bei HTC heißt das Android-Gerät Desire Z und besitzt als Besonderheit eine aufschiebbare Volltastatur. Es beherrscht WLAN-n.

Die aufschiebbare Tastatur im vierreihigen Layout des Desire Z besitzt Sondertasten, um oft gebrauchte Android-Applikationen bequem aufzurufen. Den Mechanismus zum Freilegen der Tastatur bezeichnet HTC als Z-Mechanismus. Inwiefern diese Tasten komplett frei belegbar sind, ist nicht bekannt. Bedient wird das Mobiltelefon über einen 3,7 Zoll großen Super-LCD-Touchscreen, der eine Auflösung von 480 x 800 Pixeln liefert. Die gleiche Auflösung bei größerer Displayfläche liefert auch das Desire HD. Zur Farbtiefe liegen keine Angaben vor.

Die integrierte 5-Megapixel-Kamera mit Autofokus und LED-Blitz soll Videos in hoher Auflösung (720p) aufnehmen können. Als Prozessor kommt der Snapdragon MSM7230 mit einer Taktrate von 800 MHz von Qualcomm zum Einsatz. Das Mobiltelefon besitzt 4 GByte internen Speicher, der Programmausführungsspeicher ist 512 MByte groß. Es bietet einen Steckplatz für Micro-SD-Karten, die maximal 32 GByte Kapazität haben dürfen.

Das UMTS-Mobiltelefon deckt HSDPA mit einer Bandbreite von bis zu 14,4 MBit/s ab und unterstützt alle vier GSM-Netze, EDGE und GPRS. Zudem sind WLAN nach 802.11 b/g/n, Bluetooth 2.1, ein GPS-Empfänger und eine 3,5-mm-Klinkenbuchse enthalten. Bei Maßen von 119 x 60,4 x 14,16 mm wiegt das Mobiltelefon 180 Gramm und ist damit ähnlich schwer wie Nokias E7 oder Nokias N900.

HTC stellt HTCSense.com und HTC Locations vor

Auf dem Desire Z läuft Android 2.2 mit einer aktualisierten Version der Bedienoberfläche HTC Sense. Darüber sollen sich etwa Inhalte besser mit anderen teilen lassen. Mittels Fastboot soll das Mobiltelefon im Fall eines Resets besonders schnell einsatzfähig sein, genauer ging HTC nicht auf diese Funktion ein.

Über HTCSense.com kann der Nutzer vom PC aus auf Informationen des Mobiltelefons zugreifen, wie etwa auf Kontakte, Textnachrichten oder Anruflisten. So kann per Desktop das Telefon zum Klingeln gebracht werden oder er kann sich die Position des eigenen Mobiltelefons auf einer Karte anzeigen lassen. Bei einem Verlust des Smartphones kann dieses aus der Ferne blockiert werden, bei Bedarf können darüber auch alle Daten auf dem Gerät gelöscht werden, damit sie nicht in falsche Hände gelangen.

HTC Sense enthält außerdem eine Anbindung an den E-Book-Shop Kobo. Mit HTC Locations erhält das Mobiltelefon eine Online-Kartenapplikation, die auch im Ausland verwendet werden kann, ohne dass Roaminggebühren anfallen. Nähere Details dazu nannte HTC nicht. Das Smartphone wird gleich mit dem Flash Player 10.1 ausgeliefert, so dass sich Flash-Inhalte auf dem Gerät nutzen lassen. Zudem beherrscht das Desire Z DLNA (Digital Living Network Alliance), um sich mit entsprechenden Geräten austauschen zu können.

6,5 Stunden Sprechzeit verspricht HTC mit einer Akkuladung im UMTS-Betrieb. Im GSM-Einsatz verlängert sich die Sprechzeit auf fast 10 Stunden. Im Bereitschaftsmodus muss der Akku nach rund 18 Tagen wieder aufgeladen werden.

Im Oktober 2010 soll das Desire Z von HTC in Deutschland für 550 Euro auf den Markt kommen. Unter anderem Vodafone will das Desire Z in Deutschland anbieten, O2 will es vorerst nicht ins Sortiment nehmen.

Nachtrag vom 16. September 2010, 10:19 Uhr

Zu HTC Locations wurden weitere Details bekannt. Die Kartensoftware bietet eine Funktion, das Kartenmaterial auf der Speicherkarte abzulegen, so dass es unterwegs nicht via Mobilfunk geladen werden muss. Damit kann die Kartensoftware auch im Ausland verwendet werden, ohne dass hohe Roaminggebühren anfallen.  (ip)


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