Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1009/77898.html    Veröffentlicht: 13.09.2010 09:10    Kurz-URL: https://glm.io/77898

Geforce GTS 450

Nvidias Fermi unter 150 Euro

Auf Basis der neuen GPU GF106 hat Nvidia seine bisher günstigste Desktopgrafikkarte für DirectX-11 entwickelt. Die GTS 450 gibt es in verschiedenen Ausführungen ab 129 Euro, sie tritt damit gegen AMDs Radeon-5700-Serie an.

Der GF 106 ist nach dem GF104 (GTX 460) und dem GF100 (GTX 465, 470, 480) schon die dritte GPU, die Nvidia für Desktops auf Basis der Fermi-Architektur vorstellt. Mit 192 Rechenwerken ist der Chip statt bis zu 480 Einheiten bei der GTX 480 nicht nur deutlich günstiger herzustellen, sondern auch sparsamer und langsamer.

Bei Auflösungen von bis zu 1.680 x 1.050 Pixeln, also dem üblichen 22-Zoll-Format, soll die GTS 450 laut Nvidia auch für DirectX-11-Spiele bei hohen Details ausreichen. Je nach Anwendung schlägt sie dabei eine Radeon 5550 oder auch eine 5770 - Letztere aber nur, wenn viel Tessellation zum Einsatz kommt. Nvidia bezeichnet das als "DirectX-11 done right" und gibt bisher nur die synthetischen Benchmarks Heaven und Stone Giant mit sehr deutlichen Vorsprüngen gegenüber der Konkurrenz an.

Neben der verschlankten GPU hat Nvidia auch beim Speicher gespart. Der Bus ist nur noch 128 Bit breit, der Takt der 1 GByte fassenden GDDR5-Bausteine von 1.800 MHz verpufft dabei fast. Die GPU selbst läuft mit 783 MHz, die Rechenwerke mit der doppelten Frequenz.

Die GTS 450 gibt ihr Hersteller mit einer maximalen Leistungsaufnahme von 106 Watt an, dafür reicht zusammen mit dem PCIe-Steckplatz noch eine 6-polige Buchse zur Stromversorgung aus. Neben der reinen 3D-Leistung sollen die Videoeinheiten auch schnell genug für Blu-ray 3D sein. Nur zwei der neuen Karten lassen sich per SLI koppeln, 3-Way-SLI gibt es bei den Fermis erst ab der GTX 465.

Nvidias Preisempfehlung für die GTS 450 im Referenzdesign liegt bei 129 Euro, nach den ersten Listungen halten sich viele Hersteller daran. Da Nvidia die Entwicklung eigener Platinen und Kühler von Beginn an freigegeben hat, gibt es nun schon zum Marktstart etliche Versionen der Grafikkarte, die mit höheren Takten arbeiten. So bieten unter anderem EVGA und Zotac übertaktete Modelle an, die bis zu 150 Euro kosten.  (nie)


Verwandte Artikel:
Mobiler Fermi: Sieben GPUs für Notebooks mit DirectX-11 von Nvidia   
(03.09.2010, https://glm.io/77681 )
Wacom Cintiq Pro Engine: Steckkassette macht Stiftdisplay zum Grafiker-PC   
(28.02.2018, https://glm.io/133061 )
Hardware-Umfrage: 85 Prozent der Steam-Spieler nutzen eine Geforce   
(05.03.2018, https://glm.io/133142 )
HP Omen X VR im Test: VR auf dem Rücken kann nur teils entzücken   
(20.02.2018, https://glm.io/132852 )
Konami: Metal Gear Survive und Bildraten für Überlebenskünstler   
(19.02.2018, https://glm.io/132845 )

© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/