Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1009/77786.html    Veröffentlicht: 08.09.2010 10:26    Kurz-URL: https://glm.io/77786

Beta 5

Firefox 4 mit Hardwarebeschleunigung und Audio-API

Mit der Beta 5 von Firefox 4 erhält der Browser Unterstützung für Hardwarebeschleunigung. Dadurch kann er grafische Inhalte schneller darstellen. Erstmals gibt es zudem ein API, um Sound im Browser zu visualisieren. HSTS soll derweil für mehr Sicherheit sorgen.

Firefox 4 nutzt in der aktuellen Betaversion unter Windows 7 die im System vorhandene GPU standardmäßig, um die Darstellung von Webseiten zu beschleunigen. Davon profitieren vor allem Webseiten mit aufwendigen Grafikanimationen, sofern die jeweilige GPU bereits von Firefox unterstützt wird. Ob die Hardwarebeschleunigung aktiv ist, lässt sich unter about:support nachsehen.

Wie der Internet Explorer 9 greift auch Firefox auf das mit DirectX 10 eingeführte API Direct 2D zurück. Beschleunigt wird darüber derzeit das Rendern von Seiteninhalten wie Text, Bildern und CSS-Rändern. Auch 2D-Canvas wird beschleunigt.

Im nächsten Schritt soll via Layers auch das Compositing beschleunigt werden, also beispielsweise ein mit CSS-Effekten gestyltes HTML5-Video. Dies ist in der aktuellen Beta aber noch nicht standardmäßig aktiviert.

Auf anderen Plattformen bietet Firefox derzeit keine Hardwarebeschleunigung, denn Direct 2D steht nur unter Windows Vista und Windows 7 zur Verfügung. Es ist aber geplant, künftig unter Linux und Mac OS X andere Schnittstellen zu verwenden, OpenGL unter Linux und QuartzGL unter Mac OS X.

Noch ist die Hardwarebeschleunigung nicht stabil. Firefox-Nutzer können aber helfen, Fehler in dem System zu finden. Dazu steht die Browsererweiterung Grafx Bot zur Verfügung.

Soundvisualisierung

Neben der nun standardmäßig aktivierten Hardwarebeschleunigung bietet die Beta 5 von Firefox 4 auch ein neues Audio-API, das direkten Zugriff auf die Rohdaten von Audio- und Videoclips gibt, die über die entsprechenden HTML5-Tags eingebunden sind. Entwickler können diese Rohdaten direkt in Javascript nutzen und Nutzern so Informationen dazu bereitstellen. So lässt sich Sound auch direkt im Browser visualisieren.

Ebenfalls neu ist die Unterstützung von HTTP Strict Transport Security (HSTS). Mit dem neuen Sicherheitsprotokoll lässt sich sicherstellen, dass Firefox immer sichere Verbindungen verwendet. Firefox merkt sich, welche Seiten HSTS unterstützen und verbindet sich dann nur noch per SSL mit diesen Seiten. Das soll Man-in-the Middle-Angriffen vorbeugen.

Die Beta 5 von Firefox 4 steht ab sofort unter mozilla.com/firefox/beta zum Download bereit.  (ji)


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