Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1009/77726.html    Veröffentlicht: 06.09.2010 08:42    Kurz-URL: https://glm.io/77726

USA

Generalstaatsanwalt prüft Kartellvorwürfe gegen Google

Der Generalstaatsanwalt von Texas, Greg Abbott, nimmt Googles Suche unter die Lupe. Er prüft, ob Google Wettbewerber bei der Auflistung seiner Suchergebnisse benachteiligt und somit gegen Wettbewerbsrecht verstößt.

Bereits im Juli 2010 begann Abbott seine Kartelluntersuchung gegen Google. Sie geht auf Beschwerden von drei Unternehmen zurück: Foundem aus Großbritannien sowie Sourcetool/Tradecomet und myTriggers aus den USA. Keines der Unternehmen hat allerdings seinen Sitz in Texas.

Foundem hat sich bereits bei der EU über Google beschwert, die ebenfalls eine Kartelluntersuchung gegen Google eingeleitet hat. Wie im EU-Verfahren so weist Google auch in den USA die Vorwürfe zurück und vermutet auch hier Microsoft hinter den Angriffen.

Google argumentiert, hinter dem Preisvergleicher Foundem stecke die Organisation Icomp, die zu großen Teilen von Microsoft finanziert wird. Dass Foundem in den Suchergebnissen nicht oben stehe, liege einzig daran, dass Seiten wie Amazon.com, Shopping.com und Expedie bessere Inhalte bieten und daher relevanter seien.

Auch am zweiten Beschwerdeführer Sourcetool lässt Google kein gutes Haar. Hinter Sourcetool stehe Tradecomet, das mit einer Kartellklage gegen Google bereits in diesem Jahr gescheitert sei. Vertreten werde das Unternehmen von Anwälten, die lange für Microsoft tätig waren und bei Sourcetool handle es sich um eine Seite mit wenig eigenen Inhalten, die nur auf Klick-Abitrage setzt.

Auch myTriggers wird von Microsoft-Anwälten vertreten. Das Unternehmen wirft Google vor, die Werbequalität seiner Anzeigen herabgestuft und somit den Traffic der Website reduziert zu haben. Das aber sei schlichtweg falsch, so Google: Vielmehr seien die Server des Unternehmens heiß gelaufen, was den Trafficrückgang verursacht habe.  (ji)


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