Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1009/77629.html    Veröffentlicht: 01.09.2010 15:55    Kurz-URL: https://glm.io/77629

Maxon

Cinema 4D Release 12 rendert besser

Maxons Cinema 4D Release 12 ist fertig. Die 3D-Modelling-, Animations- und Renderingsoftware soll in der neuen Version unter anderem ein verbessertes Rendering, eine komplett neue Physiksimulation und OpenGL-3.0-Unterstützung bieten.

Mit der Veröffentlichung von Cinema 4D R12 wird auch Maxons Produktpalette neu strukturiert. Es gibt zwar weiterhin verschiedene Cinema-4D-Varianten, jeweils für Mac OS X und Windows, einzelne Module wie MoGraph 2 werden aber ab sofort nicht mehr angeboten. Die Funktionen sind stattdessen je nach Variante integriert.

Maxon bewirbt Cinema 4D R12 als wichtigen Meilenstein in der eigenen Entwicklung. Zu den Verbesserungen zählen der Wechsel zu einem komplett neuen Dynamics-System, das auf der Bullets-Physik-Engine basiert. Die Inverse-Kinematik von Cinema 4D erlaubt nun dynamische Eigenschaften. Für Modelling und Animation stehen neue Deformer zur Verfügung.

Architekten können zudem mit den Daten von IES-Lichtern die korrekte Abstrahlung von Lampen verschiedenster Hersteller korrekt nachbilden. Photometrische Lichtparameter wie Lumen, Candela oder Farbtemperatur werden laut Maxon ebenfalls unterstützt. Dazu kommen neue Shader für Architektur. Durch Unterstützung echter Maßeinheiten können Objekte auch szenenübergreifend maßstabsgetreu ausgetauscht werden.

Effizienter arbeiten

Ein linearer Workflow soll sich mit einem Mausklick einrichten lassen, so dass bessere Bilder mit weniger Aufwand erzielt werden können. Im gesamten Programm und über den kompletten Arbeitsablauf werden Farbprofile unterstützt. Auch das Batch-Rendering soll nun wesentlich komfortabler sein. Die Programmiersprache Python wird nun komplett unterstützt, so dass Cinema 4D einfacher mit Funktionen und Skripten erweitert werden kann.

Zu den Neuerungen zählen auch genauere interne Berechnungen, Dual Transformations, Open-GL-3.0-Unterstützung und ein L-System für parametrische Splines.

Ab sofort erhältlich

Cinema 4D Prime kostet 833 Euro, ist für den Einstieg in die professionelle 3D-Grafik gedacht und enthält seit der R12 Funktionen wie Ambient Occlusion und verschiedene Deformer, die bislang nur in den Modulen MOCCA und Mograph geboten wurden. Cinema 4D Broadcast kostet 1.547 Euro und hebt sich von Prime durch verschiedene Motiongraphics-Werkzeuge für den Rundfunk, Mograph-Funktionen, Global Illumination, Netzwerkrendering und eine umfangreiche Bibliothek mit Objekten, Materialien und Presets ab.

Cinema 4D Visualize kostet rund 1.900 Euro und richtet sich an Architekten und Designer. Sie enthält alle Funktionen von Prime sowie der früheren Architecture- und Engineering-Editionen. Den kompletten Funktionsumfang gibt es mit Cinema 4D Studio, das beinhaltet für 3.570 Euro auch alle zuvor separat angebotenen Module.

In allen Cinema-4D-Varianten ist auch Maxons Bodypaint 4D enthalten, das weiterhin auch einzeln für 833 Euro für Nutzer anderer 3D-Software angeboten wird.  (ck)


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