Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1008/77600.html    Veröffentlicht: 31.08.2010 16:47    Kurz-URL: https://glm.io/77600

Weltmarkt

Nachfrage für Computer wird wieder schwächer

Das Marktforschungsunternehmen Gartner hat seine Prognose für den PC-Absatz im Jahr 2010 wieder gesenkt. Schuld ist das schwächer werdende Wachstum in den USA und Europa.

Gartner prognostiziert für 2010 den Verkauf von 367,8 Millionen PCs, das entspricht einem Wachstum von 19,2 Prozent im Vergleich zu 308,3 Millionen im Vorjahr. "Der PC-Markt lebte in der ersten Jahreshälfte 2010 wieder auf, aber der tatsächliche Belastungstest wird erst jetzt kommen", sagt Ranjit Atwal, Research Director bei Gartner. "Wegen der unsicheren ökonomischen Perspektive für die USA und Westeuropa haben wir unsere Wachstumsprognose für die zweite Jahreshälfte 2010 auf 15,3 Prozent reduziert, ungefähr zwei Prozent unter unsere bisherige Prognose."

Es bestehe kein Zweifel daran, dass die Nachfrage nach Endkunden-PCs und wohl auch Business-PCs in den Industrieländern hinter den Erwartungen zurückbleiben werde. Durch die niedrigen Margen scheuten die Händler zudem jedes Risiko und bestellten entsprechend vorsichtig. Umsatzzahlen zum PC-Markt veröffentlicht Gartner nicht.

2009 hatte der private Konsum den PC-Markt am Leben erhalten, während sich die Unternehmen mit Investitionen in dem Bereich zurückhielten. Erst später setzte die Firmennachfrage für Computer wieder stärker ein.

Mini-Notebooks hatten einen starken Einfluss auf den PC-Markt, haben ihren Höhepunkt aber überschritten. Ende 2009 hatten Mini-Notebooks einen Anteil von 20 Prozent am gesamten Notebookmarkt. Gegenwärtig liegt der Anteil bei 18 Prozent. Bis Ende 2014 erwartet Gartner hier einen weiteren Rückgang auf 10 Prozent.

Der Prozessorhersteller Intel hatte in dieser Woche erklärt, im laufenden Quartal könnten die Umsatzziele nicht erreicht werden. Schuld sei die schwache Nachfrage für mobile Computer in den USA und Europa. Der Umsatz werde bei 10,8 Milliarden US-Dollar bis 11,2 Milliarden US-Dollar liegen. Im Juli 2010 hatte Intel noch eine Umsatzprognose von 11,2 Milliarden US-Dollar bis 12 Milliarden US-Dollar abgegeben.  (asa)


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