Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1008/77491.html    Veröffentlicht: 26.08.2010 10:07    Kurz-URL: https://glm.io/77491

Canon

EOS 60D mit Schwenkdisplay und Full-HD-Videoaufzeichnung

Canon hat mit der EOS 60D seine neue Spiegelreflexkamera vorgestellt. Sie wird die EOS 50D ersetzen und erreicht eine Auflösung von 18 Megapixeln. Neben dem Sensor sind vor allem das dreh- und schwenkbare Display und die Full-HD-Videoaufzeichnung neu.

Canons neue Spiegelreflexkamera der oberen Mittelklasse arbeitet wie gehabt mit einem APS-C-Sensor, der nun eine Serienbildgeschwindigkeit von 5,3 Bildern pro Sekunde erreichen soll. Die Geschwindigkeit soll für maximal 58 JPEGs oder 16 RAW-Bilder hintereinander beibehalten werden. Danach ist eine kleine Speicherpause notwendig.

Neben dem optischen Sucher mit einer 96-prozentigen Gesichtsfeldabdeckung ist ein Display vorhanden, das bei Canons DSLRs erstmals dreh- und schwenkbar ist. Das Display ist 7,7 Zentimeter (3,0 Zoll) groß und hat eine Auflösung von rund 1.040.000 Bildpunkten. Seine Stärken soll es besonders bei bodennahen Aufnahmen und Über-Kopf-Fotos ausspielen, aber auch für unbeobachtete Schnappschüsse soll es mit aktiviertem Live-View gut zur Bildkontrolle einsetzbar sein.

Lichtempfindlicher Sensor mit hoher Auflösung

Der CMOS-Sensor mit 18 Megapixeln Auflösung kann in einem Lichtempfindlichkeitsbereich von ISO 100 bis 12.800 arbeiten. Beim Autofokus setzt Canon auf neun Punkte, die allesamt als Kreuzsensoren ausgeführt sind. Dazu kommt eine Belichtungsmessung mit 63 Zonen.

Neben dem internen Aufklappblitz besitzt Canons neue DSLR einen Blitzschuh und eine Möglichkeit, über ihren integrierten Speedlite Transmitter externe Blitzgeräte des Herstellers drahtlos zu steuern.

Canon hat in die 60D Motivprogramme für die Aufnahmesituationen Porträt, Landschaft, Nahaufnahme, Sport und Nachtschnappschuss eingebaut, die mit zuschaltbaren Bildeffekten in ihrer Farbanmutung beeinflusst werden können. Dazu kommen einige Bildbearbeitungsfunktionen wie ein Weichzeichner, ein Spielzeugkamera- und Miniatureffekt sowie ein Rauschgenerator für körnige Schwarz-Weiß-Umwandlungen. Der Miniatur-Effekt-Modus rechnet eine limitierte Schärfentiefe in die Fotos. Dadurch entsteht der Eindruck eines Makros und gerade bei Übersichtsszenen die Illusion einer Spielzeugeisenbahn-Aufnahme.

Videoaufnahme mit manuellen Einstellungen

Die EOS 60D kann neben Fotos auch H.264-Videos mit 1.920 x 1.080p und einer Bildfrequenz von 30, 25 oder 24 Bildern pro Sekunde aufnehmen. Wer die Auflösung auf 720p reduziert, kann zwischen Bildraten von 60 und 50 Bildern pro Sekunde wählen. Beim Filmen kann der Nutzer nicht nur die internen Kameraeffekte nutzen, sondern auch Belichtung und Blende frei bestimmen. Mit an Bord ist ein Monomikrofon, das aber durch ein externes Stereomikrofon ersetzt werden kann.

Die Kamera besitzt neben USB auch eine HDMI-Schnittstelle und hat ein neues Gehäusedesign erhalten, das Canon-Besitzer mit einem neuen Tastaturlayout konfrontiert. Das Wählrad, der Multicontroller und die Set-Taste früherer Modelle wurden zum Multi-Control-Wählrad. Außerdem wurde dem Moduswählrad eine Sperre verpasst, um das versehentliche Verstellen zu vermeiden. Die neue Quick-Control-Taste ermöglicht den direkten Zugriff auf häufig genutzte Aufnahmeeinstellungen und Wiedergabefunktionen.

Bildbewertungsfunktion eingebaut

Die EOS 60D arbeitet mit SD-(HC-) und SDXC-Speicherkarten. Für die Verwaltung größerer Fotosammlungen kann der Fotograf schon in der Kamera Bewertungspunkte für die Fotos verteilen, die in die Metadaten der Bilder gespeichert und von vielen Bildbearbeitungsprogrammen ausgelesen werden.

Das Kameragehäuse misst 144,5 x 105,8 x 78,6 mm und bringt mitsamt Akku und Speicherkarte rund 755 Gramm auf die Waage. Die Canon EOS 60D soll ab Oktober 2010 zum Preis von rund 1.150 Euro im Handel erhältlich sein.  (ad)


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