Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1008/77204.html    Veröffentlicht: 13.08.2010 16:28    Kurz-URL: https://glm.io/77204

Patentstreit

Nvidia gibt gegen Rambus nach

Nvidia zahlt künftig Lizenzgebühren an Rambus, um dessen Patente auf diverse Speichertechnologien nutzen zu können. Damit wendet Nvidia zumindest ein Importverbot für seine Produkte ab. Der Streit selbst wird aber nicht beigelegt.

Nvidia verletzt mit diversen Produkten Patente von Rambus, entschied Ende Juli die International Trade Commission (ITC) in den USA. Das dadurch drohende US-Importverbot für Nvidia-Produkte wendete das Unternehmen nun ab und schloss, wie zuvor angekündigt, eine entsprechende Lizenzvereinbarung mit Rambus.

Im Rahmen der Lizenzvereinbarung darf Nividia Rambus-Patente auf Speichercontroller für die Speichertechnologien DDR, DDR2, DDR3, LPDDR, LPDDR2, GDDR2, GDDR3, GDDR4 sowie Teile von GDDR5 nutzen. Dafür bezahlt Nvidia Gebühren in Höhe von einem Prozent für SDR-Controller und zwei Prozent für DDR-Controller.

Im Gegenzug räumt Nvidia Rambus keine Rechte an eigener Technik ein.

Der eigentliche Streit zwischen Rambus und Nvidia wird damit ausdrücklich nicht beigelegt, denn die Lizenzvereinbarung gilt erst seit dem 12. August 2010, also nicht rückwirkend.  (ji)


Verwandte Artikel:
Patentverletzung: Nvidia droht Importverbot in die USA   
(27.07.2010, https://glm.io/76758 )
ITC: Nvidia verletzt drei Rambus-Patente   
(23.01.2010, https://glm.io/72601 )
Umfang der Rambus-Klage gegen Nvidia schrumpft   
(25.11.2009, https://glm.io/71451 )
Rambus klagt gegen Nvidia wegen Patentverletzung   
(11.07.2008, https://glm.io/61003 )
NVidia verklagt 3dfx wegen Patentverletzungen   
(29.08.2000, https://glm.io/9503 )

© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/