Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1008/77032.html    Veröffentlicht: 06.08.2010 10:30    Kurz-URL: https://glm.io/77032

Activision Blizzard

Riesige Erwartungen für Call of Duty 7

219 Millionen US-Dollar hat Activision Blizzard im letzten Geschäftsquartal verdient - in Zukunft rechnet das Unternehmen mit weiter sprudelnden Gewinnen. Besonders von Call of Duty: Black Ops erwartet Vorstandschef Bobby Kotick viel - und er bekommt massenhaft Bewerbungen von Entwicklern, die an der Serie mitarbeiten möchten.

Der Ego-Shooter Call of Duty: Black Ops ist "das größte Investment, das wir je in den Start eines Spiels getätigt haben", sagte Bobby Kotick, Chef von Activision Blizzard, bei der Bekanntgabe aktueller Geschäftszahlen. Trotz negativer Schlagzeilen, etwa rund um das Entwicklerstudio Infinity Ward, sowie zunehmender Konkurrenz etwa von EAs Medal of Honor liege die Zahl der Vorbestellungen für Black Ops, das bei Treyarch entsteht, deutlich höher als beim Ende 2009 veröffentlichten Modern Warfare 2.

Die Serie Call of Duty war auch einer der wichtigsten Gründe für die guten Ergebnisse des letzten Geschäftsjahresquartals - denn neben dem Dauerbrenner World of Warcraft hat sich vor allem der Verkauf von Map Packs für den Shooter über digitale Kanäle rentiert und nach Schätzungen einen dreistelligen Millionenbetrag zum Umsatz beigetragen. Der lag in den Monaten April bis Mai 2010 bei 986 Millionen US-Dollar etwas niedriger als dem Vorjahreswert von 1,04 Milliarden US-Dollar, dafür ist der Gewinn von 195 auf 219 Millionen US-Dollar gestiegen. Im Einzelhandel hat das Unternehmen 643 Millionen US-Dollar erlöst, über digitale Kanäle sowie mit Abogebühren und sonstige Quellen kamen 324 Millionen US-Dollar in die Kassen.

In einer Randnotiz hat Activision Blizzard bekanntgegeben, dass man für die Neubesetzungen bei Infinity Ward und Sledgehammer - die beide an künftigen Call-of-Duty-Spielen arbeiten - rund 5.000 Bewerbungen erhalten habe, von denen man bislang 60 Mitarbeiter angestellt habe.

In den nächsten Monaten erwartet Activision Blizzard weiter steigende Umsätze und Gewinne. Starcraft 2 hat nach Unternehmensangaben in den ersten 48 Stunden mehr als 1,5 Millionen Käufer gefunden - diese Ergebnisse fließen im nächsten Quartal in die Bilanz ein. Ein Unsicherheitsfaktor bleibt World of Warcraft, weil unklar ist, ob es auf dem wichtigen chinesischen Markt weiterhin ohne Probleme betrieben werden kann. Die Veröffentlichung des GTA-Konkurrenten True Crime: Hong Kong verschiebt sich von 2010 auf 2011. An den Prognosen für das Gesamtjahr hält Activision Blizzard vorerst fest: Am Jahresende sollen Umsätze in Höhe von 4,2 Milliarden US-Dollar und ein Gewinn von 0,49 Dollar Gewinn je Aktie unter dem Strich stehen.  (ps)


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