Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1008/76981.html    Veröffentlicht: 10.08.2010 16:01    Kurz-URL: https://glm.io/76981

KDE SC 4.5

Neue KWin-Effekte und verbessertes Benachrichtigungsfeld

Die aktuelle Version der KDE SC bringt vor allem Verbesserungen am Fenstermanager KWin mit. Neben der verbesserten Tiling-Funktion bietet KWin auch einige weitere Effekte. Das Benachrichtigungsfeld wurde überarbeitet und fügt sich besser in den Plasma-Desktop ein.

Die Entwickler haben zahlreichen Komponenten der KDE Software Compilation in deren Version 4.5 einen Feinschliff verordnet. Mit KSharedDataCache erhielt KDE SC eine neue Funktion zur Zwischenspeicherung, die künftig alle Anwendungen nutzen können und die Software Collection deutlich beschleunigen soll. In der aktuellen Version werden damit die Icons gecacht.

Die Plasma-Arbeitsfläche wurde vor allem für den Einsatz auf Netbooks mit geringer Auflösung optimiert. Dabei wurde auch das Benachrichtigungsfeld überarbeitet. Es verwendet das Dbus-Framework für Systemmeldungen und wurde besser an die Arbeitsfläche angepasst. Zusätzlich wurden auch das KDE-Infozentrum und die Systemeinstellungen überarbeitet.

Viel Arbeit haben die Entwickler in den Fenstermanager KWin gesteckt. Während des Google Summer of Code 2010 wurde KWin um eine gekachelte Fensterdarstellung erweitert. Die Funktion wurde nun in die offizielle KDE SC eingepflegt und kachelt Fenster nebeneinander, ohne dass sie sich überlappen. Darüber hinaus wurden weitere Effekte hinzugefügt, etwa das Verwischen des Hintergrunds beim Bewegen von Fenstern. Die Effekte können allesamt über das neue Modul Systemsettings in den Systemeinstellungen ein- und ausgeschaltet werden. Über das ebenfalls neue Modul Oxygen-settings kann der gleichnamige Stil der Benutzeroberfläche angepasst werden.

Der KDE-Webbrowser Konqueror, der in den letzten Monaten stiefmütterlich behandelt wurde, erhielt eine Webkit-Engine, mit der er den Acid3-Test zu 100 Prozent besteht. Dabei ist er allerdings etwas langsamer als sein Firefox-Pendant und nicht alle Webseiten werden korrekt dargestellt. Die Webkit-Engine ist zwar in KDE SC 4.5 enthalten, muss allerdings explizit und etwas umständlich aktiviert werden.

Den Marble-Atlas hat das Entwicklerteam mit einem Routenplaner ausgestattet. Mit dem Kartenmaterial aus OpenStreetMap taugt Marble auch zur Orientierung in vielen Städten.

Damit KDE SC 4.5 nicht an Stabilität einbüßt, verzichtete das KDE-Team auf die geplante KMail-Version auf Basis des Akonadi-Frameworks. Dessen Veröffentlichung wurde um einen Monat verschoben. Die Version wird mit dem ersten monatlichen Bugfix-Update KDE SC 4.5.1 erscheinen. Bis dahin wird die stabile KMail-Version aus KDE SC 4.4 weiter gepflegt.

Der Quellcode der aktuellen Version steht auf der Webseite des Projekts zum Download bereit.  (jt)


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