Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1007/76661.html    Veröffentlicht: 22.07.2010 11:26    Kurz-URL: https://glm.io/76661

Nvidia Parallel Nsight

GPU-Computing für Microsoft Visual Studio (Update)

Die Rechenleistung von Nvidia-Grafikchips kann nun leichter mit Microsofts Entwicklungsumgebung Visual Studio genutzt werden. Nvidia hat dazu die fast fertige Software Parallel Nsight veröffentlicht, die in der Standardausgabe kostenlos ist und beim Debugging hilft.

Parallel Nsight ermöglicht Visual-Studio-Entwicklern das Debugging von CUDA-C/C++- oder Directcompute-Applikationen auf der GPU. Nvidias Software enthält Analysetools, die bei der Code-Optimierung von GPGPU-Applikationen (General Purpose Computation on Graphics Processing Unit) helfen.

Nvidia will mit Parallel Nsight nicht nur Entwickler im Bereich High Performance Computing (HPC) unterstützen. Es sind auch Tools für DirectX-11-basierte Software enthalten, womit etwa Spieleentwickler und Entwickler von Video- oder Grafikanwendungen unterstützt werden sollen.

Hilfreiche Werkzeuge

Der Graphics Debugger von Parallel Insights erlaubt das Debugging aller HLSL-Grafik-Shader direkt auf der GPU. Mit dem Graphics Inspector können DirectX-Renderings in Echtzeit durchgeführt werden. Die Funktion Pixel History ermöglicht eine schnellere Identifizierung von Rendering-Fehlern.

Parallel Nsight Analysis liefert OpenGL-API-Informationen in zeitlicher Korrelation mit anderen GPU- und CPU-Ereignissen. Dabei werden unter anderem API-Abrufe, Kernel-Starts und Speichertransfers registriert. Das soll Entwicklern die eine Optimierung ihrer Applikationen ermöglichen.

Nvidias Parallel Nsight unterstützt Windows HPC Server 2008, Windows 7 und Windows Vista.

Standard- und Professional-Version

Das kostenlose Parallel Nsight 1.0 Standard beschränkt sich auf die Debugging-Tools, der aktuelle Release Candidate 2 der Software steht nach einer Anmeldung zum Download zur Verfügung. Die Analysetools sind nur im kostenpflichtigen Parallel Nsight 1.0 Professional enthalten. Interessierte können dessen Release Candidate 2 - ebenfalls nach einer Anmeldung - für einen begrenzten Zeitraum kostenlos testen.

Nachtrag vom 22. Juli 2010, um 14:00 Uhr:

Nvidia hat kürzlich auch sein CUDA-Toolkit erneuert, es ist in der Version 3.1 erhältlich. Entwicklern gewährt es unter anderem direkten Zugriff (GPUDirect) auf den CUDA-Speicher.  (ck)


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