Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1007/76625.html    Veröffentlicht: 21.07.2010 13:56    Kurz-URL: https://glm.io/76625

Telekom

René Obermann stellt die Netzneutralität in Frage

Die Telekom plant, Anbieter datenintensiver Dienste gesondert zur Kasse zu bitten, wenn sie diese über das Mobilfunknetz der Telekom vertreiben wollen. Telekom-Chef René Obermann stellt damit die Netzneutralität in Frage.

"Ein gut gemachtes Netzangebot ist am Ende auch kostenpflichtig", sagte Obermann dem Manager Magazin. Dies könne Anbieter wie Google und Apple treffen, heißt es in dem Bericht.

Demnach denkt die Telekom über ein differenziertes Preisgefüge nach, um sich für besondere Netzsicherheit oder Übertragungsqualität bezahlen zu lassen. Entsprechende Diskussionen mit Dienste-Anbietern wie Google seien angestoßen worden.

Darüber hinaus kündigte Obermann an, international vor allem durch den Ausbau der eigenen Internetangebote wachsen zu wollen. Dazu zählen beispielsweise Musicload, Gamesload und Videoload, aber auch die Angebote der Scout24-Gruppe. Autoscout 24 ist derzeit in 18 Ländern aktiv. Die Telekom ziehe eine solche "smarte Expansion" milliardenschweren Zukäufen vor, so der Telekom-Chef.  (ji)


Verwandte Artikel:
Stream On: Telekom klagt per Eilverfahren gegen Bundesnetzagentur   
(07.03.2018, https://glm.io/133183 )
Wikipedia Zero: Wikimedia-Foundation will Zero-Rating noch 2018 beenden   
(19.02.2018, https://glm.io/132847 )
Netzneutralität: Die abenteuerliche Stream-On-Verteidigung der Telekom   
(31.01.2018, https://glm.io/132488 )
Gegen FCC: US-Bundesstaat Montana verlangt Netzneutralität für Behörden   
(23.01.2018, https://glm.io/132315 )
Streit um Stream On: Die Telekom spielt das Uber-Spiel   
(17.12.2017, https://glm.io/131707 )

© 1997–2020 Golem.de, https://www.golem.de/