Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1007/76547.html    Veröffentlicht: 19.07.2010 10:46    Kurz-URL: https://glm.io/76547

Openstack

Freie Cloud-Plattform von Rackspace und der Nasa

Zusammen mit der Nasa hat der US-Webhoster Rackspace das Projekt Openstack gestartet, eine auf Open-Source-Software basierende Cloud-Plattform. Damit will Rackspace für mehr technische Standards und Interoperabilität im Cloud-Computing sorgen.

Rackspace überträgt die Software hinter seinen Produkten Cloud Files und Cloud Servers dem neu gegründeten Open-Source-Projekt Openstack. Die Nasa steuert die Technik hinter der eigenen Cloud-Plattform Nebula bei.

So verfügt Openstack zum Start über diverse Infrastrukturkomponenten, darunter ist der verteilte Objektspeicher Openstack Object Storage auf Basis von von Rackspace Cloud Files. Das System nutzt Standardserver, die in einem Cluster zusammengeschlossen sind, um verlässlichen und redundanten Speicherplatz mit großer Kapazität zur Verfügung zu stellen. Darauf lassen sich beliebige statische Objekte ablegen, der Speicherplatz kann durch das Hinzufügen weiterer Server erweitert werden, die automatisch konfiguriert werden. Fällt ein Server aus, sorgt Openstack dafür, dass dessen Inhalte von anderen, noch aktiven Server repliziert werden.

Derzeit handelt es sich bei Openstack Object Storage um eine Entwicklervorschau. Eine erste fertige Version soll Mitte September veröffentlicht werden.

Als zweite Komponente soll Openstack Compute eingeführt werden, hier ist eine erste Version für Mitte Oktober vorgesehen. Die in Python geschriebene Software basiert auf Nebula-Cloud-Technik der Nasa für die Provisioning und Verwaltung einer großen Zahl von Recheninstanzen. Dabei kommen die Frameworks Tornado und Twisted zum Einsatz.

Sowohl Rackspace als auch die Nasa haben sich verpflichtet, Openstack in ihren eigenen Cloud-Plattformen einzusetzen. Details zum Projekt sowie die Software finden sich unter openstack.org.  (ji)


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