Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1007/76500.html    Veröffentlicht: 15.07.2010 17:37    Kurz-URL: https://glm.io/76500

Elektroauto

GM gibt acht Jahre Garantie auf den Akku des Volt

Der US-Automobilhersteller General Motors will Käufern sein Plugin-Hybridauto Chevrolet Volt schmackhaft machen. Erst hat er den ersten Käufern eine kostenlose Ladestation versprochen, für die elektrischen Komponenten des Autos, vor allem für den Akku, gibt es jetzt noch eine längere Garantie als für Autos mit Verbrennungsmotoren.

Der Akku ist einer der teuersten, aber auch eine anfälligsten Komponenten eines Elektroautos. Der US-Autohersteller General Motors gibt deshalb Käufern seines Plugin-Hybridautos Chevrolet Volt eine Garantie auf den Akku.

Drei Jahre länger

Acht Jahre oder rund 160.000 km soll der Stromspeicher halten, verspricht der Hersteller. Sollte innerhalb dieser Spanne ein Schaden auftreten, werde GM ihn gegen einen neuen Akku austauschen, bestätigte Doug Park, Chef der GM-Elektroautosparte, in einem Chat mit Nutzern. Auf seine Autos mit Verbrennungsantrieb gibt der Hersteller nur fünf Jahre oder 160.000 km Garantie.

Die Garantie bleibt auch erhalten, wenn das Fahrzeug in dieser Zeit verkauft wird. Sie umfasst den Akku selbst sowie die weiteren elektrischen Fahrzeugkomponenten und das Lade- und das Temperaturkontrollsystem. Letzteres kühlt den Akkus beim Laden, wenn es warm ist, oder wärmt ihn bei kalter Witterung vor, damit er vollständig geladen wird. Zuverlässiges Laden funktioniert laut GM zwischen -25 und +50 Grad Celsius. Einzige Einschränkung sei, so Parks, dass das Auto nur mit Ladestrom mit einer Spannung von 120 oder 240 Volt geladen werden könne.

Mehr Reichweite durch Verbrennungsmotor

Chevrolet Volt ist ein Plugin-Hybridauto. Das bedeutet, dass das Auto ans Stromnetz gehängt werden kann, um den Akku zu laden. Den 16-kWh-Lithium-Ionen-Akku hat GM praktisch vollständig selbst entwickelt. Im rein elektrischen Betrieb hat der Volt eine Reichweite von etwa 65 km. Danach wird ein Verbrennungsmotor als Range Extender eingeschaltet. Er dient als Generator, der Strom für den Elektromotor erzeugt. Dadurch erhöht sich die Reichweite des Autos um über 480 km.

Der Volt soll im Herbst in den USA auf den Markt kommen. Den ersten Käufern spendiert der US-Automobilkonzern zusätzlich eine Ladestation für die heimische Garage. 4.400 Ladestationen will GM verteilen. Die 240-Volt-Anlagen stammen von den Herstellern Coulomb Technologies und Ecota.

In Europa soll das Plugin-Hybridauto in veränderter Form als Opel Ampera voraussichtlich 2011 auf den Markt kommen.  (wp)


Verwandte Artikel:
Robotik: Defekter Robonaut kommt zurück zur Erde   
(16.02.2018, https://glm.io/132826 )
Sanierungsplan: Opel plant neue Elektroautos auf Peugeot-Basis   
(11.11.2017, https://glm.io/131097 )
Cruise Automation: Motorradfahrer verklagt GM nach Unfall mit autonomem Auto   
(25.01.2018, https://glm.io/132362 )
General Motors: Chevy Bolt verkauft sich besser als Teslas Elektroautos   
(03.11.2017, https://glm.io/130948 )
Cruise Automation: GM-Tochter präsentiert "erstes autonomes Serienauto"   
(15.09.2017, https://glm.io/130067 )

© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/