Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1007/76472.html    Veröffentlicht: 15.07.2010 09:45    Kurz-URL: https://glm.io/76472

eEtiquette

Knigge fürs Web 2.0

Verhaltensregeln für das Web 2.0 hat die Telekom bei ihrem Projekt eEtiquette zusammengestellt. Der Katalog soll noch wachsen. Zum Start veröffentlichte die Telekom "101 Do's and Don'ts für den digitalen Alltag".

"Ignoriere die Rechtschreibfehler anderer, es sei denn, dein Name wurde falsch geschrieben", "e-mails die in kleinbuchstaben, und mit falschen zeichensetzung verfasst sind lassen dich faul und ungebildet erscheinen" oder "Solltest du dein Büro mit anderen teilen, bedenke Deine Lautstärke beim Tippen. Es gilt dabei nicht ein Maschinengewehr zu imitieren", so lauten drei der 101 Empfehlungen zum digitalen Miteinander. Darüber hinaus geht es um Fragen wie "Ist es ok, wenn ich eine Kontaktanfrage auf Facebook ignoriere?", "Bin ich unhöflich, wenn ich im Restaurant mein Handy auf den Tisch lege?" oder "Wie lange darf ich im Café das kostenlose Wi-Fi nutzen, ohne etwas zu bestellen?".

Entstanden ist das Projekt eEtiquette im Creation Center der Telekom Laboratories unter der Leitung von Julia Leihener. Unterstützt wurde sie dabei von Gesche Joost, Professorin für Interaction Design an der TU Berlin, rund 40 internationalen Nutzern, den Masterstudierenden des Royal College of Art in London und der Deutschen Knigge Gesellschaft.

Herausgekommen sind dabei klare Ratschläge: "Nur R2D2 darf eine Beziehung digital beenden", "Stelle nur Bilder ins Netz, die Deine Mutter freigeben würde" oder "Google Deine Verabredung nicht vor dem ersten Rendezvous - lass Dich wenigstens ein paar Tage lang verzaubern".

Die eEtiquette soll sich ständig weiterentwickeln. Die dazu eingerichtete Webseite stellt die Etiquette vor und lädt mit Kommentar- und Bewertungstools zur Diskussion ein. Sie ist auch als Buch erhältlich.

Allerdings verstößt die eEtiquette-Website selbst gegen eine Grundregel des Web: Die einzelnen Texte werden in Form von Bildern dargestellt. Diese sind jedoch immerhin mit dem Text im Alt-Attribut versehen und lassen sich mit einem Klick an Twitter, Facebook oder Delicious weiterreichen.  (ji)


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