Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1007/76417.html    Veröffentlicht: 13.07.2010 11:11    Kurz-URL: https://glm.io/76417

PC-Verwaltung in der Cloud

Zweite Beta von Windows Intune

Microsoft hat eine zweite Betaversion von Windows Intune veröffentlicht. Die Cloud-Anwendung soll es IT-Verantwortlichen erlauben, PCs eines Unternehmens über eine einfache, webbasierte Konsole von jedem Ort aus zu verwalten und zu sichern, neue Software aufzuspielen oder bestehende Anwendungen zu ergänzen.

Microsoft hatte seine cloudbasierte PC-Verwaltung Intune im April 2010 nur einem kleinen Kreis von Firmen zur Verfügung gestellt. In den kommenden Wochen sollen nun 10.000 Kunden und Partner in zehn Ländern, darunter auch Deutschland, die Onlinekonsole testen können. Die Markteinführung der Software ist für Anfang 2011 vorgesehen.

Windows Intune soll einen umfassenden Überblick über den Zustand jedes einzelnen Rechners eines Unternehmens geben, ganz gleich wo sich PC oder der Administrator befinden. Dabei geht Intune über die bisherigen Möglichkeiten des Microsoft System Center hinaus und erlaubt auch die Festlegung unternehmensweiter Update-Regeln für installierte Software. Zudem können Service Packs zentral gesteuert und eingespielt werden.

11 US-Dollar pro PC und Monat, aber Windows 7 kostenlos

Im Rahmen des Intune-Angebot will Microsoft auch die Option anbieten, von Windows XP oder Windows Vista auf Windows 7 Enterprise ohne weitere Lizenzkosten upzugraden. Für die Nutzung von Intune verlangt Microsoft eine monatliche Abogebühr von 11 US-Dollar pro verwaltetem PC.

Die in Windows Intune integrierte Malware Protection Engine soll Rechner gegen Schadsoftware absichern. Im Ernstfall informiert die Software den Administrator über Angriffsversuche auf einen bestimmten PC. Intune erstellt ein umfassendes Verzeichnis jeder installierten Hard- und Software eines Rechners. Das erleichtert Administratoren die Suche nach bestimmten Komponenten oder Anwendungen, sollte ein Fehler auftreten.

Die Cloudlösung soll vor allem mittleren Unternehmen und Microsoft-Partnern zu Gute kommen, die so die unterschiedlichen PC-Struktur ihrer Kunden leichter im Blick behalten und First-Level-Support aus der Ferne anbieten können.

Details zum Betaprogramm von Windows Intune gibt es unter microsoft.com/windows/windowsintune.  (ji)


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