Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1007/76317.html    Veröffentlicht: 08.07.2010 11:22    Kurz-URL: https://glm.io/76317

Motorola Charm

Android-Smartphone mit Touchpad-Bedienung und WLAN-n

Motorola hat mit dem Charm ein weiteres Android-Smartphone mit Hardwaretastatur vorgestellt. Das Mobiltelefon orientiert sich an der Blackberry-Bauform und ist mit WLAN-n sowie einem Trackpad auf der Gehäuserückseite ausgerüstet.

Für das Charm wählte Motorola eine Bauform à la Blackberry, die Hardwaretastatur befindet sich direkt erreichbar unterhalb des Displays. Zwischen Display und Tastatur gibt es Sensortasten für die Funktionen Menü, Startbildschirm und zurück. Der bei Android-Smartphones typische Suchenknopf wurde in die Tastatur integriert.

Die Tasten der Tastatur sind recht klein, aber Motorola versucht durch eine starke Außenwölbung Fehltipper zu vermeiden. In die Tastatur wurden auch Cursortasten integriert, so dass sich ein Textcursor bequem positionieren lässt. Via Touchscreen und Finger ist das oft nicht so einfach.

Der 2,8 Zoll große TFT-Touchscreen liefert eine Auflösung von 320 x 240 Pixeln. Es passen also nur vergleichsweise wenige Informationen auf das Display, andere Android-Geräte bieten hier eine deutlich höhere Auflösung. Der Bildschirm besitzt eine kratzfeste Glasplatte, so dass sich Kratzer nicht so leicht zeigen sollten. Der Touchscreen unterstützt Kneif- und Spreizgesten, um die Zoomstufe im Browser oder in der Fotoanwendung zu verändern.

Außer über den Touchscreen kann das Mobiltelefon auch über ein Trackpad auf der Rückseite bedient werden. Diese Bedienmöglichkeit namens Backtrack hatte Motorola mit dem Backflip eingeführt. Das Mobiltelefon kann somit bedient werden, ohne mit dem Finger auf den Touchscreen zu tippen. Das Trackpad soll den sonst üblichen 5-Wege-Navigator ersetzen.

Smartphone mit Android 2.1, Motoblur und WLAN-n

Im Charm befindet sich eine 3-Megapixel-Kamera, die auf Komfortfunktionen wie Fotolicht und Autofokus verzichtet. Lediglich ein nicht näher spezifizierter Digitalzoom wird geboten. Auch zur Kapazität des Arbeitsspeichers machte Motorola keine Angaben. Fest steht nur, dass das Gerät mit einer 2 GByte großen MicroSD-Karte ausgeliefert wird. Der Steckplatz kann Karten mit bis zu 32 GByte verarbeiten. Ein Musikplayer spielt die üblichen Dateiformate ab, ein UKW-Radio ist nicht enthalten.

Als Betriebssystem kommt das nicht mehr ganz taufrische Android 2.1 samt Motoblur zum Einsatz. Motoblur vereint die E-Mails und Nachrichten aus Facebook, Myspace und Twitter für einen besseren Überblick. Die neue Version von Motoblur erlaubt es, unerwünschte Nachrichten herauszufiltern.

Das UMTS-Smartphone deckt alle vier GSM-Netze, GPRS, Edge sowie HSDPA mit einer Bandbreite von bis zu 3,6 MBit/s ab. Nach dem Droid X unterstützt auch das Charm außer WLAN 802.11b/g den n-Standard. Ferner steht Bluetooth 2.0 samt A2DP-Profil bereit. Alternativ gibt es eine 3,5-mm-Kopfhörerbuche.

Für die Standortbestimmung gibt es einen GPS-Empfänger. Im UMTS-Betrieb hält der Akku für eine Sprechzeit von 5 Stunden, im GSM-Netz erhöht sich die Laufzeit auf 6,5 Stunden. Im Bereitschaftsmodus hält der Akku zwischen 11 und 13 Tagen. Bei Maßen von 67,2 x 98,4 x 11,4 mm wiegt das Mobiltelefon 110 Gramm.

In den USA bietet T-Mobile das Motorola Charm ab Sommer 2010 exklusiv an. Wann das Gerät auch nach Deutschland kommt, ist nicht bekannt. Einen Preis für das Mobiltelefon nannte der Hersteller wie gewohnt nicht.  (ip)


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