Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1006/75962.html    Veröffentlicht: 23.06.2010 11:09    Kurz-URL: https://glm.io/75962

Adobe-Chef

Flash-Streit mit Apple drückt den Umsatz nicht

Der Streit mit Apple hat Adobe den Produktstart der Creative Suite 5 nicht verdorben. Das Paket sei besser gestartet als sein Vorgänger, erklärte Firmenchef Narayen.

Adobe Systems konnte in seinem zweiten Finanzquartal den Gewinn um 18 Prozent steigern. Der Softwarehersteller erzielte einen Gewinn von 148,6 Millionen US-Dollar (28 Cent pro Aktie) nach 126,1 Millionen US-Dollar (24 Cent pro Aktie) im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Vor Restrukturierungskosten stieg der Gewinn von 35 Cent auf 44 Cent. Der Umsatz kletterte um 34 Prozent auf 943 Millionen US-Dollar und lag damit über den Erwartungen der Analysten.

Der wichtigste Erlösbringer des Herstellers ist der Softwareverkauf. Hier stieg der Umsatz um 23 Prozent. Der Umsatz mit Services und Support legte um 24 Prozent zu.

Im laufenden dritten Quartal soll der Gewinn auf 46 Cent bis 50 Cent pro Aktie steigen. Der Umsatz werde im Bereich von 950 Millionen US-Dollar bis 1 Milliarde US-Dollar liegen. Die Analysten hatten einen Gewinn von 48 Cent und einen Umsatz von 959 Millionen US-Dollar prognostiziert.

Verantwortlich für die guten Zahlen, so Firmenchef Shantanu Narayen, war der erfolgreiche Start der Creative Suite 5. "Unser Wachstum ist getragen von einer explosiven Zunahme beim digitalen Content quer durch alle Medien und Gerätegattungen."

Apples iPad und das iPhone spielen keine Flash-Inhalte ab. Zu ressourcenhungrig sei die Technik, hatte Apple erklärt. Apples Nutzungsbedingungen für das iPhone SDK verbieten Entwicklern die Verwendung von Techniken wie Adobes Flash-Compiler, der aus Flash iPhone-Applikationen erzeugt. Steve Jobs hatte in einem offenen Brief erklärt, hinter dem Ausschluss von Flash beim iPhone und iPad stünden technische Gründe.

"Wir sehen eigentlich keine Auswirkung", sagte Narayen über den Streit mit Apple. Die Creative Suite 5 habe sich beim Start besser verkauft als das Vorgängerprodukt, sagte er. "Jede Sorge, dass der Flashstreit den Umsatz mit CS5 beeinträchtigen könne, kann damit getrost vergessen werden", so Narayen.  (asa)


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