Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1006/75875.html    Veröffentlicht: 18.06.2010 10:08    Kurz-URL: https://glm.io/75875

Xcom

Aliens im Home, sweet Home

Saubere Vorstädte, nette Menschen und auch sonst ist alles ganz wunderbar in den USA der 1950er Jahre. Wenn nicht immer wieder fiese Außerirdische über die Idylle herfallen würden! Im Ego-Shooter Xcom kümmert sich der Spieler um die Aliens.

William Carter - so heißt die Hauptfigur im Ego-Shooter Xcom, den 2K Marin (Bioshock) auf der E3 vorgestellt hat. Carter hat einen eher ungewöhnlichen Job: Er ist in den 50er Jahren Chef der zum FBI gehörenden Spezialeinheit Xcom. Morgens fährt er in der hochglanzpolierten Limousine zur Arbeit, steigt dann in einer geheimen Fabrikhalle aus, betritt einen noch geheimeren Aufzug und fährt hinab in die Zentrale seiner Behörde für außerirdische Überfälle. Unter der Erdoberfläche erwarten ihn Marmorböden, schicke Sekretärinnen, eine große Übersichtskarte der USA - und jede Menge Probleme.

Carter hört sich die Anrufe an, mit denen sich entsetzte Bürger bei seinen Mitarbeitern melden. Dann darf er auswählen, welchem Fall er nachgeht, und sich in der Waffenkammer noch rasch mit der Schrotflinte oder der auf außerirdischer Technologie basierenden Blitzschlagwaffe ausrüsten.

In der gezeigten Version von Xcom ging es dann mit zwei computergesteuerten Agenten im Schlepptau in eine scheinbar friedliche Vorstadt. Nichts deutet auf Probleme hin - bis auf ein paar Blutspuren vor einem Eigenheim. Ums Eck liegt dann ein verkohlter Hund vor der Hundehütte, noch eine paar Meter weiter ein Bewohner - und innen in der schmucken Villa toben sich seltsame Energiewesen aus, die wie große Teerflecke aussehen, sich aber deutlich aggressiver verhalten.

Als William Carter ist es Aufgabe des Spielers, mit derlei Aliens fertig zu werden. Das läuft vor allem darauf hinaus, sie mit geballter Waffengewalt dem Erdboden gleichzumachen - im Fall der gezeigten Mission ist das sogar wörtlich gemeint, viel mehr als dunkle Flecke bleiben von den Invasoren nämlich nicht. Erst zum Missionsende passiert dann wieder mehr: Ein riesiges Ding - ein schwarzes Miniloch, ein Monolith? - scheint die Welt in sich einzusaugen und sie gleichzeitig mit Strahlen zu beschießen.

In welche Richtung sich Xcom noch bis zur 2011 geplanten Veröffentlichung entwickelt, ist derzeit noch nicht endgültig abzusehen. Offenbar gibt es eine übergreifende Rahmenhandlung, von der die einzelnen Einsätze der Xcom-Agenten zusammengehalten werden. Der Grafikstil wirkt ungewöhnlich und stellenweise noch etwas steril - was sich aber noch ändern kann. Aller Voraussicht nach kämpft William Carter auf Xbox 360 und Windows-PC gegen das Böse vom anderen Stern.  (ps)


Verwandte Artikel:
Spieletest: Bioshock 2 - Ballern als Big Daddy   
(08.02.2010, https://glm.io/72949 )
Xcom-2-Erweiterung angespielt: Untote und unbegrenzte Schussfreigabe   
(20.07.2017, https://glm.io/129051 )
Bioshock 2: "Der Spieler als große Unbekannte"   
(11.12.2009, https://glm.io/71827 )
Civilization 6 auf iPad angespielt: Rundenbasierte Spieltiefe erobert Flachdisplay   
(22.12.2017, https://glm.io/131833 )
Bulkhead Interactive: Klassischer Shooter Battalion 1944 steht vor Early Access   
(10.01.2018, https://glm.io/132093 )

© 1997–2020 Golem.de, https://www.golem.de/