Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1006/75842.html    Veröffentlicht: 17.06.2010 08:50    Kurz-URL: https://glm.io/75842

Assassin's Creed Brotherhood angespielt

Meuchelmord im Multiplayermodus

Folgt uns in den Straßen von Rom ein braver Bürger - oder ein heimtückischer Halsabschneider? Diese Unsicherheit sorgt im innovativen Mehrspielermodus von Assassin's Creed Brotherhood für viel Spannung.

Gaukler und Priester, Kurtisanen und Händler: Auf den Straßen von Rom herrscht reges, aber friedliches Treiben. Bis plötzlich, aus scheinbar heiterem Himmel, eine dunkel gekleidete Frau von einem Dach in Richtung eines scheinbar braven Soldaten springt, der sofort Reißaus nimmt - eine wilde Verfolgungsjagd entbrennt. Verzweifelt schlägt der Verfolgte alle Gitter und Tore in Reichweite hinter sich zu, springt dann auf einen Marktstand. Ohne Erfolg. Die dunkle Gestalt lässt sich nicht abschütteln, dann blitzt Stahl - und ein Spieler im Multiplayermodus von Assassin's Creed Brotherhood hat ein paar Punkte gutgemacht.

Kaum ein Actionadventure bietet sonderlich viel für Fans von Mehrspielerpartien, in Brotherhood könnte das anders sein. Obwohl es darum geht, das Alter Ego eines Mitspielers zu töten, haben sich die Entwickler von Ubisoft etwas ausgedacht, was nichts mit Deathmatch & Co zu tun hat. Auf der E3 konnte Golem.de das bereits ausführlich ausprobieren: Jeder Spieler hat immer nur einen anderen von Menschenhand gesteuerten Kontrahenten im Visier - das Porträt ist immer am Bildschirmrand zu sehen, ein Radar weist die Richtung. Wer nah genug an sein Opfer gelangt, kann es mit einem einzigen Knopfdruck angreifen und sogar töten.

Dessen wichtigste Verteidigungstaktik ist die Flucht - vor allem über Dächer und durch das dichte Gedränge in den Straßen. Dabei kann er etwa Gittertüren oder andere Hindernisse ebenfalls mit einem Knopfdruck aktivieren, so dass dem Verfolger der Weg abgeschnitten wird. Punkte gibt es sowohl für Attentate als auch für eine erfolgreiche Flucht.

In der Praxis macht das frische Spielprinzip erstaunlich viel Spaß: Die Designer haben es geschafft, dass man sich als Assassine tatsächlich langsam, aber bestimmt an sein Opfer schleicht, und dass der Wechsel zur rasanten Jagd über den Dächern der italienischen Hauptstadt ausgesprochen gut funktioniert und sich frisch anfühlt.

Auch ein paar weitere Details zur Kampagne haben die Entwickler bekanntgegeben. So muss Ezio Auditore nicht mehr allein gegen die Templer kämpfen, sondern bekommt im Spielverlauf Unterstützung durch weitere Assassinen. Deren Hilfe kann er jederzeit anfordern - etwa, indem er eine bestimmte Wache bei einem Attentat ins Visier nimmt und der Spieler dann den entsprechenden Knopf drückt. Schon stürmt ein Kollege herbei und schaltet den Gegner aus, während Ezio sich dem eigentlichen Auftrag widmet; derlei Hilfe steht allerdings nur in größeren zeitlichen Abständen zur Verfügung. Die Entwickler bei Ubisoft haben dem neuen Spielelement sogar einen eigenen Namen spendiert: Es heißt BAM - von Brotherhood Assist Move. Nach Herstellerangaben erscheint Assassin's Creed Brotherhood Ende 2010 für Windows-PC, Xbox 360 und Playstation 3.  (ps)


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