Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1006/75784.html    Veröffentlicht: 15.06.2010 12:28    Kurz-URL: https://glm.io/75784

Mark Shuttleworth

"Ubuntu ist sicherer als Windows"

Ubuntu ist sicherer und schneller als Windows, sagt Mark Shuttleworth im Interview mit Golem.de. Künftig sollen Netbooks und Notebooks daher mit Ubuntu und Windows zugleich ausgeliefert werden. Eine Tablet-Ausgabe von Ubuntu will Canonical nicht entwickeln.

Wenn es um die Virengefahr beim Surfen geht, ist Ubuntu sicherer als Windows, sagt Ubuntu-Gründer Mark Shuttleworth. Die neue, reduzierte Version der Linux-Distribution mit dem Namen Ubuntu Light soll parallel zu Windows auf Netbooks und Notebooks ausgeliefert werden. Darüber spreche Canonical derzeit mit verschiedenen Hardwareherstellern.

Die neue Light-Variante von Ubuntu soll den Benutzer in weniger als zehn Sekunden ins Internet bringen, samt Bootzeit auf entsprechender Hardware mit SSDs. Ubuntu startet damit schneller als ein parallel installiertes Windows. Ubuntu Light sei aber vorwiegend weborientiert, so Shuttleworth, und mit der neuen Benutzeroberfläche Unity auch für die reduzierte Auflösung von Netbooks geeignet. Ubuntu werde inzwischen von Herstellern auch dazu verwendet, Hardwarediagnosen durchzuführen, oder es werde als Wiederherstellungssystem auf Rechnern installiert.

Welche Hardwarehersteller ihre Geräte mit der Parallelinstallation ausliefern wollen, wollte Shuttleworth noch nicht offiziell bekanntgeben. Er unterstrich aber die enge Zusammenarbeit mit Dell. Das Unternehmen habe die Stärken von Linux und Ubuntu erkannt und verwende das freie Betriebssystem inzwischen auch intern in seinen Arbeitsabläufen. Auf seiner Webseite bewirbt Dell den Einsatz von Ubuntu als "sicherer als Windows".

Eine Tablet-Version von Ubuntu soll es nicht geben, sagte Shuttleworth. Er bezeichnete Tablets zwar als interessante Plattform. Die größten Absätze im Hardwaremarkt seien aber weiterhin mit Netbooks, Notebooks und Desktops zu erzielen. Deshalb werde sich Canonical auch zukünftig auf die Entwicklung von Ubuntu für diese Geräte konzentrieren.

Es gebe aber Entwickler und Hardwarehersteller, die Ubuntu-Core mit Kernel und Middleware sowie einigen Anwendungen auf andere Geräte portiert hätten, etwa Video-Streaming-Geräte oder eben Tablets.  (jt)


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