Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1006/75742.html    Veröffentlicht: 12.06.2010 15:27    Kurz-URL: https://glm.io/75742

Apple

US-Wettbewerbshüter ermitteln gegen Apple

Apple sperrt eine Reihe von Softwareunternehmen von seinen mobilen Geräten aus. Erst in der vergangenen Woche hatte das Unternehmen seine Lizenzbedingungen geändert und damit Google-Werbung verhindert. Die US-Wettbewerbshüter wollen jetzt prüfen, ob das Vorgehen Apples gegen das Wettbewerbsrecht verstößt.

Die US-Wettbewerbsaufsichtsbehörde Federal Trade Commission (FTC) ermittelt gegen Apple. Die FTC will prüfen, ob Apples Geschäftspraktiken bei der Software für mobile Endgeräte wettbewerbsschädigend sind, berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf eingeweihte Quellen.

Grund ist, dass Apple Softwareanbieter nach eigenem Gutdünken vom iPhone und dem iPad ausschließt. So hat Apple auf den Geräten Flash gesperrt. Vor zwei Monaten hatte das Unternehmen seine Lizenzbedingungen für Entwickler überarbeitet und dabei eine Reihe von Entwicklerwerkzeugen ausgeschlossen. In der vergangenen Woche hatte Apple in iPhone- und iPad-Applikationen Google-Werbung gesperrt.

Wer ermittelt?

Anfang Mai hatte sich abgezeichnet, dass die FTC und das US-Justizministerium deswegen Ermittlungen gegen Apple aufnehmen könnten. Die beiden Regierungsstellen haben sich aber jetzt erst darauf geeinigt, wer das Verfahren übernimmt.

Es ist nicht die einzige Ermittlung einer US-Bundesbehörde gegen das Unternehmen aus Cupertino: Das Justizministerium prüft, ob Apple mit seinem Onlinemusikshop iTunes das Wettbewerbsrecht verletzt hat. Ob es einen Zusammenhang zwischen beiden Vorgängen gibt, ist nicht klar.  (wp)


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