Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1005/75205.html    Veröffentlicht: 18.05.2010 18:45    Kurz-URL: https://glm.io/75205

Ubisoft

Auch Assassin's Creed 2 rettet die Bilanz nicht

Jahrelang liefen die Geschäfte bei Ubisoft blendend - aber im letzten Geschäftsjahr haben vor allem Schwarzkopierer und der generell schwächelnde Markt für DS-Spiele dem Unternehmen ein Minus beschert. Immerhin: Assassin's Creed 2 lief blendend, Teil 3 soll den Erfolg in Rom fortsetzen.

Das letzte, am 31. März 2010 abgeschlossene Geschäftsjahr endet bei Ubisoft mit einem Minus. Das Unternehmen musste Verluste in Höhe von 43,7 Millionen Euro verbuchen, im Vorjahr waren noch 68,8 Millionen Euro Nettogewinn angefallen. Die Umsätze lagen bei 871 Millionen Euro, gegenüber den 1,06 Milliarden Euro im Vorjahr bedeutet das einen Rückgang von 17,7 Prozent. Wichtigster Grund für die schwachen Zahlen ist vor allem die anhaltende Schwäche mit Spielen für den Nintendo DS: Ubisoft musste einen großen Teil seines Katalogs älterer Titel abschreiben. Der Anteil von DS-Spielen am Umsatz ist von 29 auf 14 Prozent gefallen. Eine weitere Ursache für das Minus ist, dass das Unternehmen insgesamt weniger neue Titel veröffentlicht hat als im Vorjahr.

Immerhin: Von der wichtigsten Veröffentlichung Assassin's Creed 2 konnte Ubisoft bislang rund neun Millionen Exemplare weltweit verkaufen. Teil 3 mit dem Untertitel Brotherhood erscheint nach aktuellem Stand Ende 2010, und zwar für Xbox 360, Playstation 3 und Windows-PC. In dem Actionspiel verschlägt es die Hauptfigur Ezio nach Rom. Außerdem soll es erstmals in der Serie einen Multiplayermodus geben.

Yves Guillemot, Chef von Ubisoft, erwartet, dass sein Unternehmen im derzeit laufenden Geschäftsjahr wieder zurück in die Profitabilität findet. Es sei mit ersten Erträgen aus den Investitionen in Wachstumssegmente zu rechnen, insbesondere aus Onlinespielen.  (ps)


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