Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1005/75006.html    Veröffentlicht: 07.05.2010 16:51    Kurz-URL: https://glm.io/75006

Preise für iPads

Apples Tablet kostet in Deutschland ab 499 Euro (Update 3)

Ab dem 28. Mai 2010 will Apple nach eigener Aussage das iPad außerhalb der USA anbieten. Auch in Deutschland kommt das Tablet dann auf den Markt. Inzwischen hatte Apple auch die endgültigen deutschen Preise genannt.

Laut einer aktuellen Mitteilung von Apple nimmt das Unternehmen ab dem 10. Mai Vorbestellungen für das iPad in Australien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada, Schweiz und Spanien entgegen. Ab dem 28. Mai 2010 soll das Gerät ausgeliefert werden. Wenn auf dem internationalen Markt ein mit den USA vergleichbarer Ansturm erfolgt, dürften die ersten Lieferungen schnell ausverkauft sein.

Die Preise nannte Apple am Nachmittag des 7. Mai noch nicht und verwies auf einen "späteren Zeitpunkt". Auch Apple Deutschland konkretisierte das bis auf ein "bald" nicht näher. Am späten Abend desselben Tages verschickte das Unternehmen dann eine Pressemitteilung per E-Mail, in der die endgültigen Preise enthalten sind. Sie befanden sich bis dahin jedoch noch nicht auf der deutschen Apple-Seite, die das Gerät seitdem massiv bewirbt.

Bei Engadget gab es jedoch schon zuvor eine Euro-Preisliste, in der das Tablet etwas günstiger angegeben wurde - offenbar bietet Apple das iPad in verschiedenen Ländern des Euro-Raumes zu unterschiedlichen Preisen an.

Das iPad 3G, das eine Mobilfunkanbindung bietet, ist auch nach den offiziellen Preisen etwas günstiger als in den USA. Statt 130 US-Dollar Aufpreis für das UMTS-Modul sind es hierzulande nur 100 Euro. Ob dabei schon eine Subventionierung durch einen Mobilfunkvertrag eingerechnet ist, ist nicht bekannt.



Beim Vergleich der US- und Euro-Preise gilt es nicht nur den Umrechnungskurs zu berücksichtigen, der zuletzt von der Griechenland-Krise stark beeinflusst worden ist. Preisangaben in den USA verstehen sich stets ohne die örtlich verschiedene Mehrwertsteuer. Weitere Preisangaben in Euro, wie etwa zum Kamera-Kit, das den beim iPad fehlenden Slot für SD-Cards nachrüstet, liegen noch nicht vor.

Die jetzt bekanntgewordenen Preise entsprechen nicht denen, die T-Online kurzzeitig nach der Ankündigung des Geräts gelistet hatte. Ende Januar 2010 hatte das Mobilfunkunternehmen bei seinen Preisen nur das Währungssymbol geändert, nach heutigem Stand wären die 3G-Versionen damals deutlich teurer gewesen.

Nachtrag vom 7. Mai 2010, 22:10 Uhr:
Apple Deutschland hat inzwischen auch die offiziellen deutschen Preise für das iPad genannt. Das kleinste Modell kostet beispielsweise 514 Euro, nicht 479 Euro. Meldung und Tabelle wurden entsprechend angepasst. Die früher genannten Euro-Preise finden sich weiterhin bei Engadget. Den Apple-Webseiten aus anderen europäischen Ländern ist zu entnehmen, dass die Preise für das Tablet nicht einheitlich gestaltet sind.

Nachtrag vom 8. Mai 2010, 10:50 Uhr:
Gegenüber einem fscklog-Leser soll Apple-Chef Steve Jobs die Frage nach den auch im europäischen Vergleich um 15 Euro höheren deutschen Preise für das iPad beantwortet haben. Schuld seien die Urheberabgaben, die auch für das iPad gezahlt werden müssten. Die Verwertungsgesellschaften verlangen seit kurzem 15,19 Euro für PCs ohne Brenner.

Nachtrag vom 10. Mai 2010, 8:30 Uhr:
Entgegen der Ankündigung kann das iPad im Apple Store nun zu Preisen ab 499 Euro vorbestellt werden. Der Aufschlag von 15 Euro wird nur für die Version mit 64 GByte Speicher erhoben, die für 714 Euro ohne und 814 Euro mit UMTS bestellt werden kann. Die Variante mit 16 GByte kostet 499 respektive 599 Euro und die Version mit 32 GByte 599 beziehungsweise 699 Euro.  (nie)


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