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Spieletest: Star Trek Armada - Picard goes Echtzeitstrategie

Beeindruckende Aufbausimulation im Star-Trek-Universum

Der Weltraum: Unendliche Weiten....und unendliche Pleiten, zumindest, wenn man die bisher erschienenen Star-Trek-Titel am PC begutachtet. Dass Picard und Co. aber auch für Nicht-Trekkies interessant sein können, beweist Activision nun mit Star Trek Armada.

Star Trek Armada gibt einem die Möglichkeit, nicht nur die Geschicke der Föderation zu lenken, sondern auch als Klingone, Romulaner oder Borg die eigene Rasse zu leiten und zu Wohlstand zu führen. Allein dieser Perspektivenwechsel bietet ein ungewöhnliches Spielgefühl: Muss man in den ersten fünf Missionen die Erde und umliegende Planeten vor den todbringenden Angriffen der Borgwürfel schützen, wird man in den letzten fünf von insgesamt zwanzig Missionen selbst zum Mitglied des Kollektivs. Aber auch als Romulaner oder Klingone werden einem eine Menge Steine in den Weg gelegt, die erst einmal überwunden werden wollen.

Screenshot #1
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Der erste Schritt besteht in allen Missionen darin, mit Hilfe eines von Beginn an zur Verfügung stehenden Konstruktionsschiffes den Bau einer Raumstation in die Wege zu leiten. Dafür wird Baumaterial benötigt, Schiffe müssen konstruiert und bemannt werden, Fabriken werden gebraucht, um das abgebaute Dilithium weiterzuverarbeiten und vieles mehr. Die Schiffe und Gebäude unterscheiden sich dabei selbstverständlich zwischen den einzelnen Rassen.



Screenshot #2
Screenshot #2
Das Gameplay ist grundsätzlich nicht anders als bei anderen bekannten Strategiespielen à la Command & Conquer. Auch hier ist man die meiste Zeit mit der Rohstoffgewinnung und der Errichtung eigener Anlagen beschäftigt, und selbstverständlich kommt es dabei auch häufig zu kriegerischen Auseinandersetzungen mit den anderen Rassen, die den Weltraum bevölkern. Das Science-Fiction-Szenario verleiht dem Spiel aber einen zusätzlichen Reiz, ebenso wie die gelungenen Video-Sequenzen, die insbesondere Star-Trek-Anhängern aufgrund der originalen Synchronstimmen eine Menge Spaß machen dürften.

Screenshot #3
Screenshot #3
Die Grafik schwankt zwischen nett und wunderschön, insbesondere Explosionen und ähnliche Effekte sind äußerst beeindruckend, erreichen aber nicht die Qualität des vergleichbaren Homeworld. Nichtsdestotrotz benötigt man insbesondere in hohen Auflösungen einen Pentium III, da das Programm ansonsten zu stark ruckelt. Zudem sind mindestens 64MB Ram und 700MB freier Festplattenspeicher zwingende Voraussetzung.

Fazit:
Star Trek Armada bietet solides Gameplay in ungewohnter Umgebung. Der moderate Schwierigkeitsgrad, die motivierenden Charakterwechsel, die stimmungsvollen Musiken und die sehenswerte Grafik machen das Programm zu einem wirklich empfehlenswerten Titel für alle Strategen mit Hang zu Außerirdischem.  (tw)


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Links zum Artikel:
Activision: http://www.activision.de/
Activision - Star Trek Armada: http://www.activision.de/games/armada/default.htm
Activision (.com): http://www.activision.com

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