Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1004/74758.html    Veröffentlicht: 27.04.2010 14:39    Kurz-URL: https://glm.io/74758

Nokia N8 mit Symbian 3, WLAN-n und 12-Megapixel-Kamera

Symbian 3 mit Multitouch-Unterstützung und besserer Speicherverwaltung

Nokia hat das erste Smartphone auf Basis von Symbian 3 vorgestellt. Das N8 soll im dritten Quartal 2010 auf den Markt kommen und bietet als Besonderheiten WLAN-n-Unterstützung, eine 12-Megapixel-Kamera samt Aufnahme und Wiedergabe in HD.

Das neue Symbian 3 beherrscht Multitouch-Gesten, so dass sich etwa Webseiten mit Hilfe von Kneif- und Spreizgesten vergrößern und verkleinern lassen. Zudem wird das dynamische Scrollen in Listen unterstützt, so dass Nokia bei der Multitouch-Bedienung zu iPhone, Android und WebOS aufschließt.

Symbian-3-Geräte werden drei anpassbare Startbildschirme haben, um darauf Widgets oder Applikationen direkt abzulegen. Auch Informationen aus sozialen Netzwerken können dort eingebunden werden. Damit soll der Zugriff auf Informationen vereinfacht werden. Die neue Bedienoberfläche verwendet 2D- und 3D-Grafiken, die per Hardware beschleunigt werden, um eine flüssige Bedienung zu gewährleisten. Zudem wurde die Speicherverwaltung überarbeitet, um künftig ohne Einschränkungen mehr Programme gleichzeitig laufen zu lassen.

Bedient wird das Symbian-3-Smartphone vor allem über den 3,5 Zoll großen Touchscreen, der multitouchtauglich ist. Er liefert eine Auflösung von 640 x 360 Pixeln, zur Farbtiefe machte Nokia keine Angaben. Eine Hardwaretastatur bietet das Gerät nicht, alle Eingaben müssen daher über eine Bildschirmtastatur gemacht werden.

Die integrierte 12-Megapixel-Kamera besitzt eine Carl-Zeiss-Optik, einen Xenon-Blitz und einen extra großen Bildsensor, der es mit normalen Digitalkameras aufnehmen können soll. Die Kamera kann Videos in HD-Qualität in 720p aufnehmen und erlaubt es, diese direkt auf dem Gerät zu bearbeiten. Das Mobiltelefon besitzt außerdem einen HDMI-Ausgang, um HD-Inhalte direkt vom Mobiltelefon abspielen zu können. Das Mobiltelefon kann auch mit der heimischen Heimkinoanlage verbunden werden und unterstützt bei der Audiowiedergabe Dolby Digital Plus.

Nokias N8 mit langer Akkulaufzeit

Das Nokia N8 wiegt 135 Gramm, misst 113,5 x 59,12 x 12,9 mm und ist mit 16 GByte Flash-Speicher versehen. Zudem gibt es einen Micro-SD-Card-Steckplatz, um weitere 32 GByte an Daten dabeizuhaben. Der Programmausführungsspeicher ist 256 MByte groß.

Das UMTS-Smartphone funktioniert in den vier GSM-Netzen und unterstützt zusätzlich zu GPRS und EDGE auch HSDPA. Als erstes von Nokia vorgestelltes Mobiltelefon wird auch WLAN-n unterstützt, so dass WLAN nach 802.11b/g/n möglich ist. Zudem wird Bluetooth 2.1 samt A2DP-Profil unterstützt, um Stereoton drahtlos zu übertragen. Das Mobiltelefon ist zudem mit einer 3,5-mm-Buchse zum Anschluss handelsüblicher Kopfhörer versehen. Dem integrierten Musikplayer steht ein UKW-Radio zur Seite.

Der mitgelieferte Webbrowser soll Flash direkt unterstützen. Vermutlich wird das Gerät also mit dem noch in Entwicklung befindlichen Flash 10.1 ausgeliefert. Der integrierte GPS-Empfänger wird unter anderem von Ovi Maps verwendet, Nokias kostenloser Navigationslösung für Symbian-Geräte. Bei der Hybridlösung kann Kartenmaterial entweder direkt aus dem Internet bezogen oder im Gerätespeicher abgelegt werden. Letzteres ermöglicht die Navigation im Ausland, ohne dass hohe Roaminggebühren anfallen.

Im UMTS-Modus soll der Akku eine Sprechzeit von knapp 6 Stunden erreichen, im GSM-Betrieb steigt der Wert auf beachtliche 12 Stunden an. Die Bereitschaftszeit des Akkus beziffert Nokia mit rund 16,5 Tagen. Die Videowiedergabe über HDMI ist für 6 Stunden möglich, vermutlich müssen dann aber alle Mobilfunkfunktionen ausgeschaltet werden. Ansonsten beträgt die Videowiedergabedauer 7 Stunden, aber wohl auch nur im Flugmodus.

Das Nokia N8 soll im dritten Quartal 2010 für rund 440 Euro auf den Markt kommen.

Nachtrag vom 16. Juli 2010:

Nokia hat weitere Details zur Ausstattung des Nokia N8 verraten. So steht fest, dass das Mobiltelefon lediglich mit Flash Lite, nicht aber mit Flash 10.1 ausgeliefert wird. Außerdem kann der Akku nur noch mit einem Schraubendreher gewechselt werden. Der Touchscreen nutzt AMOLED-Technik, zeigt 16 Millionen Farben und das Gehäuse besteht aus kratzfestem Aluminium.  (ip)


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