Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1004/74693.html    Veröffentlicht: 23.04.2010 11:54    Kurz-URL: https://glm.io/74693

Nvidia plant angeblich GTX 460 zur Computex

Dritte Grafikkarte mit Fermi-Architektur

Unbestätigten Berichten zufolge will Nvidia am 1. Juni 2010 - und damit zum Start der Computex - seine dritte Grafikkarte der Serie GTX 400 vorstellen. Die GTX 460 soll mit 384 Rechenwerken ausgestattet sein, womit sie deutlich langsamer als die beiden bisherigen Modelle sein dürfte.

Bereits Anfang April hatte Expreview die GTX 460 als Gerücht erwähnt, bis auf einen mit 256 Bit angebundenen GDDR5-Speicher mit 1 GByte gab es damals noch keine konkreten Daten. Laut namentlich nicht genannten Quellen von Heise Online soll die neue Grafikkarte mit 384 Rechenwerken versehen sein und zum Beginn der Computex vorgestellt werden.

Die GPU der GTX 460 soll weiterhin der GF100 mit seinen rund drei Milliarden Transistoren sein, den Nvidia auch für die bereits getestete GTX 480 sowie die GTX 470 verwendet. Statt 480 und 448 Shader-Einheiten bei diesen beiden Modellen hat Nvidia den bisherigen Daten zufolge die Zahl der Rechenwerke bei der GTX 460 deutlich reduziert. Auch der Speicherbus, bei den beiden bisher angekündigten Karten 384 Bit breit, wurde auf 256 Datenleitungen verkleinert.

Zu einem Preis der GTX 460 gibt es noch keine Angaben. Sofern die technischen Eckdaten stimmen, dürfte Nvidia diese Karte aber deutlich unter 300 Euro anbieten. Die Preisempfehlungen für GTX 480 und 470 liegen bei 479 und 349 Euro. Da beide Karten nach wie vor kaum verfügbar sind, lassen sich viele Händler die raren Geräte deutlich teurer bezahlen.

Dass sich die Liefersituation auch drei Wochen nach der Ankündigung der Karten nicht verbessert hat, ist inzwischen in der Finanzwelt angekommen. Die Analysten von Needham & Company geben aktuell - auch ohne Angabe von Quellen - eine Fertigungsausbeute (yield) von 20 bis 30 Prozent bei TSMC an, wo Nvidia wie auch AMD seine GPUs fertigen lässt. An den Börsen hat sich Nvidias schleppende Markteinführung jedoch noch nicht deutlich ausgewirkt: Der Kurs der Aktie schwankt an der Nasdaq seit März 2010 zwischen 17 und 18 US-Dollar, aktuell ist das Papier leicht unter 17 Dollar gerutscht.

Sollte die GTX 460 tatsächlich im Sommer erscheinen, bleibt sie vermutlich die vorerst letzte Grafikkarte mit dem GF100. Noch 2010 will Nvidia unbestätigten Angaben zufolge die neue GPU GF104 vorstellen, die für Mittelklassegrafikkarten gedacht ist. Sie soll nur 256 Rechenwerke besitzen, die aber auf einem wesentlich kleineren Die sitzen, das damit wirtschaftlicher herzustellen ist. Sofern sich die Ausbeute bei TSMC deutlich bessert, könnte Nvidia auf Basis des GF100 auch noch ein Topmodell nachschieben: Die GPU besitzt 512 Shader-Einheiten, von denen aber bisher auch auf einer GTX 480 nur 480 aktiviert sind.  (nie)


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