Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1004/74597.html    Veröffentlicht: 20.04.2010 10:52    Kurz-URL: https://glm.io/74597

Apple-Mitarbeiter lässt iPhone-Prototyp liegen (Update)

Gizmodo erwirbt verlorenen iPhone-Prototyp für 5.000 US-Dollar

Ein Mitarbeiter von Apple hat in einem Restaurant mit deutscher Küche im kalifornischen Redwood City einen Prototyp der neuen iPhone-Generation verloren. Dem Technikblog Gizmodo wurde der Prototyp zum Kauf angeboten, es bezahlte dafür 5.000 US-Dollar. Apple hat den iPhone-Prototyp bereits zurückverlangt.

Stolz präsentierte der Gizmodo-Redakteur Jason Chen Video- und Fotoaufnahmen vom Prototyp der nächsten iPhone-Generation, nachdem einen Tag zuvor Fotoaufnahmen des Geräts als Gerücht durch das Internet gegeistert waren. Zu dem Zeitpunkt ließ sich nicht einschätzen, wie glaubwürdig die lancierten Bilder waren.

Nach Angaben von Gizmodo hat ein Apple-Mitarbeiter in dem Restaurant Gourmet Haus Staudt mit deutscher Küche im kalifornischen Redwood City einen Prototyp eines neuen iPhones liegengelassen. Der Prototyp wurde von Gizmodo für 5.000 US-Dollar gekauft, berichtet die New York Times.

Falls der Prototyp der neuen iPhone-Generation so Mitte des Jahres 2010 auf den Markt kommt, ändert sich einiges an Apples Mobiltelefonen. Das gesamte Gehäuse unterscheidet sich deutlich von den bisherigen iPhone-Modellen, aber es kann auch sein, dass nur der Prototyp dieses Gehäuse aufweist und das fertige iPhone im gewohnten Gehäusedesign auf den Markt kommt.

Der Prototyp besitzt auf der Vorderseite eine zweite Digitalkamera für Videotelefonate, die Hauptkamera verfügt nun über ein Kameralicht und das Display hat eine höhere Auflösung als bisher, ist aber etwas kleiner als beim iPhone 3GS. Zudem gibt es keinen SIM-Kartensteckplatz mehr, stattdessen funktioniert das kommende iPhone nur noch mit den kleineren Micro-SIM-Karten, wie sie auch im iPad verwendet werden. Zudem soll das neue iPhone einen größeren Akku besitzen und dadurch ein bisschen schwerer sein. Fotos des iPhone-Prototyps liefert Gizmodo auf seiner Seite.

Daten aus der Ferne gelöscht

Zur Software auf dem iPhone liegen keine Angaben vor, denn per Mobileme wurde das Mobiltelefon gegen Zugriff gesperrt und die darauf befindlichen Daten wurden aus der Ferne gelöscht. Gizmodo hat bereits Post von Apple erhalten, wonach das Technikblog das Apple-Gerät an den Eigentümer zurückgeben soll. Gizmodo ging darauf ein, da die kalifornischen Gesetze dem Eigentümer zugestehen, einen verlorenen oder geklauten Gegenstand bis zu drei Jahre lang zurückzuverlangen.

Derzeit ist nicht bekannt, was mit dem Apple-Mitarbeiter geschieht, der den Prototyp liegengelassen hat. Im Sommer 2009 soll ein Foxconn-Beschäftigter aus Shenzhen Selbstmord begangen haben, nachdem er verdächtigt worden war, einen iPhone-Prototyp entwendet oder verloren zu haben. Das taiwanische Unternehmen Foxconn produziert Geräte unter anderem im Auftrag von Apple.

Nachtrag vom 20. April 2010, 13:15 Uhr:

Die Korea Times berichtet, dass das kommende iPhone mit einem Ableger des im iPad zu findenden A4-Prozessors ausgestattet sein wird. Bisher kamen die Prozessoren im iPhone von Samsung.  (ip)


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