Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1004/74519.html    Veröffentlicht: 15.04.2010 15:47    Kurz-URL: https://glm.io/74519

Teamviewer auch für Linux - als Betaversion

Fernwartungssoftware unterstützt eine weitere Plattform

Die Fernwartungs- und Desktop-Sharing-Software Teamviewer gibt es nun in einer Linux-Variante. Wie bei der Windows- und Mac-Version ist sie für die private Nutzung kostenlos.

Teamviewer soll auf Windows, Mac und iPhone weltweit von mehr als 60 Millionen Anwendern genutzt werden. Nun steht auch eine Betaversion für Linux bereit. Es gibt verschiedene Pakete: eines für 32- und 64-Bit-Varianten Red Hat, Fedora, Suse und Mandriva, eines für die 32-Bit-Varianten von Debian und Ubuntu und eines für deren 64-Bit-Varianten.

Kunden hätten schon häufiger Interesse an einer Linux-Version geäußert, heißt es von Teamviewer. "Wir hatten in der Vergangenheit beispielsweise immer wieder Anfragen von Administratoren, die eine Linux-Software für die Steuerung räumlich entfernter Server gesucht haben", so Teamviewer-Produktmanager Holger Felgner.

Dabei unterstützt die Software beliebige Verbindungen zwischen den verschiedenen unterstützten Betriebssystemen. So können Supporter etwa von ihrem Linux-System aus auch Windows-PCs und Macs fernwarten und umgekehrt.

Mit Teamviewer kann über das Internet auf Rechner zugegriffen werden, indem der Desktop des entfernten PCs übertragen wird. Zudem kann zur Fernwartung auch mit einem Benutzer am ferngesteuerten Rechner in Bild und Ton kommuniziert werden.

Außerdem wird der Dateitransfer zwischen den Computern unterstützt, es ist möglich, Onlinepräsentationen durchzuführen und aus der Ferne im Team zusammenzuarbeiten. Um Firewalls, Proxyserver, Verschlüsselung oder dynamische IP-Adressen müssen sich die Nutzer dabei nicht kümmern, das übernimmt Teamviewer.

Die Software steht auf Teamviewer.com zum Download zur Verfügung und ist für private User kostenlos. Für den kommerziellen Einsatz, etwa im Supportbereich, werden drei verschiedene zeitlich unbefristete Lizenzen angeboten. Sie kosten zwischen rund 600 und 2.250 Euro und unterscheiden sich etwa durch die mögliche Anzahl gleichzeitiger Sitzungen.  (ck)


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