Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1003/74090.html    Veröffentlicht: 25.03.2010 12:18    Kurz-URL: https://glm.io/74090

FSF zeichnet John Gilmore aus

Cygnus-Gründer und das Internet Archive für ihren Beitrag zu Open Source geehrt

Für ihren Beitrag zur Förderung von Open Source sind der Entwickler John Gilmore und das Internet Archive mit dem Free Software Award 2010 bedacht worden. Gilmore war maßgeblich an der Entwicklung von pdtar beteiligt, das Internet Archive sammelt copyrightfreie Bücher, Musik und Videos.

Der diesjährige Free Software Award für die Förderung freier Software (Advancement of Free Software) geht an John Gilmore für seine langjährige Unterstützung der Open-Source-Gemeinschaft. Zudem erhält das Internet Archive den Preis für gesellschaftlichen Nutzen (Social Benefit). Das Internet Archive sammelt copyrightfreie und offene Bücher, Texte, Musik und Videos und stellt sie als Onlinebibliothek bereit.

Gilmore engagiert sich seit mehreren Jahrzehnten für quelloffene Software. 1989 gründete er die Firma Cygnus Solutions, die sich daraufhin unter anderem um den GNU-Debugger und mit Cygwin um die Portierung freier Software auf Windows kümmerte. Cygnus wurde 1999 an Red Hat verkauft. Zusätzlich ist Gilmore Mitbegründer der Electronic Frontier Foundation und hat die Software pdtar mitentwickelt, die später in dem Archivierungswerkzeug GNU-Tar mündete.

Das Internet Archive wurde 1996 von Brewster Kahle gegründet und archiviert unter anderem Bücher, Filme und Tonaufnahmen sowie Software, die nicht oder nicht mehr urheberrechtlich geschützt sind. Die Sammlung ist über das Webportal der gemeinnützigen Stiftung abrufbar. Bekannt ist das Internet Archive vor allem auch für seine Konzertmitschnitte, die mit Erlaubnis der Künstler ebenfalls über die Webseite abrufbar sind, sowie für die Wayback-Maschine, die archivierte Webseiten in verschiedenen Versionen bereitstellt.

Richard Stallman, Gründer und Vorsitzender der Free Software Foundation, überreichte die Preise im Rahmen der LibrePlanet-Konferenz im Harvard Service Center in Cambridge im US-amerikanischen Bundesstaat Massachusetts. In der Jury saßen unter anderem Richard Stallman sowie Kernelentwickler Andrew Tridgell und Harald Welte. Den Vorsitz hatte Suresh Ramasubramanian, Leiter der Antispam-Abteilung bei IBMs Lotuslive iNotes.  (jt)


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