Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1003/74030.html    Veröffentlicht: 23.03.2010 15:49    Kurz-URL: https://glm.io/74030

Google soll Verantwortung nicht auf Nutzer abwälzen

Daten- und Verbraucherschützer kritisieren Opt-Out für Google Analytics

Das von Google geplante Browser-Plugin, mit dem Surfer die eigene Zählung durch Google Analytics künftig unterbinden können, stößt bei Verbraucher- und Datenschützern auf wenig Begeisterung. Das Unternehmen wälze die Verantwortung damit auf die Nutzer ab.

Google will der Kritik an Google Analytics durch Datenschützer mit einem Browser-Plugin begegnen. Damit sollen Nutzer direkt im Browser die Erfassung durch Google Analytics unterbinden können. Das Plugin soll in den kommenden Wochen weltweit angeboten werden. Das sei zwar generell gut, meint Marit Hansen vom Unabhängigen Landesdatenschutzzentrum Schleswig-Holstein, "aber man darf dem Nutzer nicht etwas aufbürden, das er nicht verstehen kann. Ein Normalnutzer wird es nicht überblicken können und das Plugin daher auch kaum nutzen."

Das Projekt Verbraucherrechte in der digitalen Welt des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) findet die von Google vorgeschlagene Lösung ebenfalls nicht angemessen: "Bevor Verbraucher ihr Verhalten ungefragt analysieren lassen, sollten sie klar darauf hingewiesen und nach ihrer Zustimmung gefragt werden. Die von Google angestrebte technische Opt-Out-Lösung kann das nicht gewährleisten, sie schafft für die Nutzer hohen Aufwand und setzt voraus, dass diese überhaupt wissen, dass es Dinge wie Google Analytics gibt", heißt es in einer Stellungnahme des vzbv.  (ji)


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