Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1003/73868.html    Veröffentlicht: 16.03.2010 11:30    Kurz-URL: https://glm.io/73868

Opensocial 1.0 setzt auf Modularität

Mehr Flexibilität von Opensocial-Container

Das von Google gestartete Projekt Opensocial ist in der Version 1.0 erschienen. Genutzt wird Opensocial heute unter anderem von Xing und StudiVZ, um Applikationen von Drittanbietern auf ihren Plattformen zu ermöglichen.

Opensocial ist Googles Antwort auf Facebook-Applikationen. Anders als Facebook setzt Google bei Opensocial auf eine offene Plattform, so dass sich Applikationen, die für Opensocial geschrieben sind, auf allen Seiten, die Opensocial unterstützen, ausführen lassen. Leider funktioniert das derzeit nur eingeschränkt, da sich der unterstützte Funktionsumfang zwischen den Plattformen zum Teil erheblich unterscheidet.

Zu den bekanntesten Anbietern, die Opensocial nutzen, zählen hierzulande neben Google die sozialen Netzwerke Xing, StudiVZ und Myspace.

Die nun veröffentlichte Version 1.0 von Opensocial ist vor allem modularer gestaltet als die derzeit genutzten Vorabversionen. Damit will Google den zum Teil sehr unterschiedlichen Anforderungen der Opensocial-Nutzer besser gerecht werden. Während manche Opensocial-Container soziale Daten zur Verfügung stellen, verzichten andere darauf. Einige stellen die Daten über Webservices zur Verfügung, andere setzen auf Gadgets.

Dank der Modularität müssen künftig nur noch die Funktionen implementiert werden, die im konkreten Anwendungsfall sinnvoll sind. Zudem unterstützt Opensocial 1.0 Erweiterungen, so dass Container Funktionen bereitstellen können, die nicht von der Spezifikation abgedeckt sind.

So unterstützt Opensocial in der Version 1.0 vier Compliance-Modelle: Core API Server für Container, die Daten über Webservices bereitstellen, Core Gadget Server für Container, die lediglich in der Lage sein wollen, Gadgets zu rendern, den Social API Server für Container, die soziale Daten über Webservices zur Verfügung stellen wollen und Social Gadget Server, um über Gadgets den Zugriff auf soziale Daten zu ermöglichen. Die Spezifikation wurde entsprechend in die Opensocial Core Data Specification 1.0 und die Opensocial Social Data Specification 1.0 umstrukturiert.  (ji)


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