Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1003/73862.html    Veröffentlicht: 16.03.2010 10:09    Kurz-URL: https://glm.io/73862

Elcomsofts Passwortknacker - Radeon HD 5970 besiegt Tesla

Vergleiche mit Fermi stehen noch aus

Elcomsofts Passwortknacker für WLANs und iPhone-Backups soll mit ATIs Doppel-GPU-Grafikkarte Radeon HD 5970 deutlich schneller arbeiten als selbst mit Nvidias Profi-CUDA-Lösungen der Tesla-Serie. Ein Leistungsvergleich mit Nvidias neuer Fermi-Architektur steht noch aus.

Mit dem iPhone Password Breaker (EPPB) sollen geschützte iPhone- und iPod-touch-Sicherheitskopien wieder zugänglich gemacht werden können und mit dem Wireless Security Auditor (EWSA) können vergessene oder zu schwache WPA- und WPA2-PSK-Passwörter ermittelt werden. Beide Windows-Tools arbeiten nach dem Brute-Force-Prinzip und greifen dabei auch auf Wörterbücher zurück.

Nun hat Elcomsoft die CUDA- und ATI-Stream-Unterstützung seiner Software überarbeitet, damit sie auf den Grafikchips noch etwas schneller arbeitet. Bei unternehmensinternen Tests mit EPPB 1.0 Beta 2 und EWSA 1.50 soll ATIs Radeon HD 5970 bis zu 20-mal schneller rechnen als Intels High-End-Quad-Core-CPU Core i7-960. Die Software nutzt wahlweise eine oder beide Grafikchips der HD 5970.

ATIs 5000er-Serie-Grafikkarten überholen laut Elcomsoft die konkurrierenden Nvidia-Grafikkarten bei den Berechnungen der beiden Tools. Auch im Vergleich mit Nvidias reinen CUDA-Lösungen Tesla C1060 und S1070 soll mit der eher an Gamer gerichteten Radeon HD 5970 noch eine bis zu doppelt so hohe Rechenleistung beim Passwortknacken erzielt werden. Dabei kosten Nvidias Unternehmenslösungen mehrere tausend Euro mehr als die HD 5970, so Elcomsoft.

Elcomsoft will nun noch testen, wie gut sich Nvidias ab Ende März 2010 erhältliche Fermi-Grafikkarten vom Typ Geforce GTX 480 beim Passwortknacken schlagen. Das Gleiche gilt für die nächste Tesla-Generation S2050/S2070, die im zweiten und dritten Quartal 2010 erscheint.  (ck)


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