Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1003/73802.html    Veröffentlicht: 12.03.2010 11:37    Kurz-URL: https://glm.io/73802

Gaikai: Spiele-Streamingdienst ist grundsätzlich kostenlos

Streamingtechnik von Dave Perry setzt lediglich Flash voraus

Knapp 15 US-Dollar kostet die Mitgliedschaft bei Onlive pro Monat, der Konkurrent Gaikai setzt hingegen auf ein grundsätzlich kostenloses Angebot. Jetzt hat Gründer Dave Perry weitere Details seines Geschäftsmodells bekanntgegeben.

Noch im Frühjahr 2010 soll der Spiele-Streamingdienst Gaikai online gehen. Das sagte dessen Gründer Dave Perry auf der Game Developers Conference. Anders als der Konkurrent Onlive soll das Angebot grundsätzlich kostenlos sein. Finanziert wird es über Werbung, kostenpflichtige Zusatzdienste oder den Verkauf von Vollversionen. Perry nannte als Beispiel die Möglichkeit, dass Publisher auf der Produktseite von Amazon eine direkt im Flash-Fenster spielbare Demoversion präsentieren. Wenn dem Kunden das Programm gefällt, könne er gegen Geld einen unbegrenzten Zugriff auf das gestreamte Spiel oder eine Vollversion für zu Hause kaufen. Das ganze System soll möglichst einfach sein - nicht einmal eine Anmeldung soll nötig sein.

Gaikai soll auf jeder Plattform funktionieren, die Flash-Videos unterstützt - weitere Hardware oder Software sei nicht nötig. Anders als Onlive, das in den USA fünf Serverzentren betreibt, setzt Gaikai auf über 300 Rechnerfarmen, was weniger lange Übertragungswege und damit möglicherweise weniger Störungen bedeutet.

Der Dienst soll stark auf soziale Netzwerkeffekte setzen, um möglichst rasch eine große Verbreitung zu finden. So sind direkte Anbindungen zu Twitter und zu Blogs vorgesehen. Freunde sollen mit wenigen Mausklicks in laufende Partien einsteigen oder eine eigene Spielesession starten können.  (ps)


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